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FW/FLU: Noch einmal 70 000 € extra für Lindenbrauerei – Doch danach „entweder dauerhaft mehr Geld oder dem Schicksal seinen Lauf lassen“

„Trotz erheblicher Bedenken“ tragen die Freien Wähler (Fraktion FW/FLU) den erneuten „einmaligen“ Sonderzuschuss für die Lindenbrauerei von 70 000 Euro mit „…wenn das Geld tatsächlich aus dem Kulturetat stammt“, beugt Fraktionschef Klaus Göldner vor. Aber…, fügt er an. Und lässt eine Reihe Einwendungen folgen.
Klaus Göldner

Klaus Göldner, FW/FLU.

„Ich verstehe dabei die Verwunderung vieler Mitbürger, wie aus einem Konsolidierungshaushalt „bedarfsgerecht“ passende Summen in dieser Höhe generiert werden können“, sagt Göldner. Und sagt damit nichts anderes als: Ich wundere mich selbst darüber, woher das Geld kommen soll. „Ich verfolge den Werdegang der Einrichtung jetzt seit zehn Jahren“, erinnert der langjährige Ratspolitiker (ehemals CDU). „Die  Zuschüsse der Stadt haben regelmäßig aus unterschiedlichen Gründen nicht ausgereicht.“ Und Geschäftsführerin Regina Ranft sei es bislang immer gelungen, das fehlende Geld zu bekommen. „Das scheint jetzt nicht mehr so einfach zu sein.“
Man müsse offenbar zwangsläufig anerkennen, dass die Lindenbrauerei „bei dem vorgehaltenen Angebot“ chronisch unterfinanziert sei. „Entweder erhöht man also den Zuschuss dauerhaft auskömmlich – oder man lässt dem Schicksal eben seinen Lauf“, macht Klaus Göldner die Alternativen aus seiner Sicht klar.
Alljährliche Zuschusserhöhungsdebatten jedenfalls „werden langsam unglaubwürdig und sind dem Bürger, aber auch dem Betreiberverein und den Mitarbeitern nicht mehr zu vermitteln. Wir müssen endlich den Mut für eine dauerhafte Entscheidung aufbringen“, fordert Göldner. Ebenso wie die CDU hofft die FW/FLU auf die Gründung der Kultur-GmbH, die die verschiedenen Kulturanbieter Unnas unter ihrem Dach vereinigen soll. „Dadurch könnten sich mittel- bis langfristig evtl. auch positive Synergieeffekte für die Lindenbrauerei  ergeben.“ So konkret wie die CDU – Bewirtung an die Stadthalle übertragen – führt Göldner diese Synergien jedoch nicht aus.

Kommentare (1)

  • Hanno

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    Eben, die Veränderungen einer neuen Kultur GmbH zu überlassen, ist vernünftig. Das macht Herr Göldner gut. Bis dahin dann die Linde am Leben erhalten und dann alles unter ein Dach bringen. Dann kann später unter dieser GmbH entschieden werden, wer was macht und es gibt einen Chef des gesamten Kukturbereichs in Unna. Da macht es doch keinen Sinn 1 Jahr vorher mal eben Frau Ranft die Kneipe wegzunehmen.

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