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FW/FLU lässt nicht locker: Unna braucht endlich die Kastrationspflicht für Katzen

Unerbittlich steigt die Zahl herrenloser und verwilderter Katzen in Unna weiter an. Schon vor über fünf Jahren wies der Tierschutzverein Unna dringend auf das Problem hin. Nachbarstädte wie Fröndenberg haben längst die Kastrationspflicht eingeführt, um den Katzenbestand tierfreundlich und konsequent unter Kontrolle zu behalten.

Die Fraktion FW/FLU (Freie Wähler) verfolgt das Thema für die Kreisstadt hartnäckig seit bereits anderthalb Jahren. Mit Schreiben von heute bittet Fraktionschef Klaus Göldner um einen aktuellen und ausführlichen Sachstandsbericht am nächsten Dienstag (10. 2.) im Ratssaal: Dort tagt dann der zuständige Ausschuss für Feuerschutz und Ordnung. „Insbesondere bitten wir um Auskunft darüber, wie die nun vorliegenden gesetzlichen Regelungen in Sachen Katzenkastrationspflicht auf städtischer Ebene bzw. im Kreis umgesetzt werden sollen“, schreibt Göldner. Er bezieht sich dabei ausdrücklich auf den ausführlichen Antrag der „Freien“ vom bereits 16. 9. des Jahres – tatsächlich – 2013.

Klaus Göldner

Klaus Göldner

Bereits im Sommer 2011, erinnert die Fraktion in diesem Antrag, habe der Tierschutzverein Unna um die Verabschiedung einer Kommunalverordnung gebeten, die eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht verbindlich vorschreiben würde. Es wurde beraten, diskutiert und vertagt – da eine Bundes- und Landesgesetzgebung noch fehlte. Der Rat erkannte aber durchaus das Grundproblem an, blickt Göldner zurück: „Verwilderte und freilaufende Katzen leben zumeist unter elendigen Bedingungen und sind deshalb von Unterernährung, Krankheit und frühem Tod bedroht. Die unkontrollierte Vermehrung führt zur Überfüllung der Tierheime, wobei auch viele Krankheiten dorthin gelangen. Die oftmals ehrenamtlichen Tierschützer werden dadurch personell und finanziell vor zunehmend unlösbare Probleme gestellt.“

Katzenbesitzer, die ihre unkastrierten Katzen frei herumlaufen lassen, fördern damit aus Sicht der Freien Wählerliste die ungehinderte starke Vermehrung mitsamt ihrem Rattenschwanz an Problemen. „Gleiches gilt für Bürgerinnen und Bürger, die bedenkenlos verwilderte und/oder unkastrierte Katzen füttern!“ Ganz davon abgesehen wirkten sich unkontrollierte Katzenpopulationen verheerend auf den Singvogelbestand aus, betont die Fraktion FW/FLU. „Dies wurde mehrfach belegt und ist höchst bedauernswert.“

Seit dem Hilferuf des Tierschutzvereins sind nun schon fünf Jahre vergangen, ohne dass sich der Rat der Kreisstadt Unna zu einer verbindlichen Kastrationspflicht durchringen konnte. Eine verbindliche Gesetzgrundlage fehlt zwar nach wie vor – doch das hat immerhin schon ca. 70 Städte und Gemeinden in NRW (Stand August 2013) nicht daran gehindert, bindende Vorschriften zur Kastrations- und Kennzeichnungspflicht zu erlassen, merkt Göldner deutlich an. Eine dieser Städte ist wie schon erwähnt Fröndenberg. „Die Freie Liste Unna bittet im Sinne des Tierschutzes darum, dieses Thema nicht zu vernachlässigen“, unterstreicht Klaus Göldner für die Freie Bürgerliste-Fraktion.

 

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