Rundblick-Unna » FW/FLU kritisiert „unehrliche Ablenkungsdebatte“ um Nicolaischule: „Schulpolitisch kein Grund, die Schule abzuwickeln“

FW/FLU kritisiert „unehrliche Ablenkungsdebatte“ um Nicolaischule: „Schulpolitisch kein Grund, die Schule abzuwickeln“

„Tatsache ist: Der bewährte Grundschulstandort Nicolaischule soll auf dem Altar der Haushaltssicherung geopfert werden.“ Mit harten Vorwürfen meldet sich die FW/FLU-Fraktion in der Debatten um die drei Innenstadt-Grundschulen zu Wort.

Klaus Göldner

Klaus Göldner

Für Fraktionschef Klaus Göldner und seinen Vize Franz-Josef Klems steht fest: „Die Diskussion um die Nicolaischule wird unehrlich geführt. Der Grund, weshalb wir gerade jetzt darüber reden, ist nicht etwa schulpolitischer Natur. Er hat ausschließlich fiskalische Gründe. Es geht dabei auch nicht um die Suche nach der Lösung, die für unsere Kinder wirklich sinnvoll wäre.“

Nein, unterstreicht die Freie Bürgerliste: Es gehe ausschließlich um das Schulgrundstück in bester Innenstadtlage. „Gebäude und/oder Grundstück könnten m Rahmen der so genannten Baulandoffensive zugunsten der maroden Stadtkasse vorzüglich vermarktet werden. Vor diesem Hintergrund verkommen die pädagogischen Überlegungen, ob die Schule nun selbstständig bleiben oder aber als Nebenstelle einer anderen Grundschule weitergeführt werden soll, zu einer unglaubwürdigen Ablenkungsdebatte.“ Auf diese, merkt Klaus Göldner scharf an, sei „manche Fraktion leider hereingefallen“.

Die FW/FLU bezieht sich auf das Kurzgutachten des Dortmunder Schulentwicklungsplaners Dr. Ernst Rösner, der im Schulausschuss am Dienstag „drei Perspektiven“ für das Trio aus Falk-, Nicolai- und Katharinenschule vorstellt hatte. Die Aufgabe der Nicolaischule wird darin – ein wenig überraschend – als gar nicht so optimale Lösung bewertetet. (Siehe auch: http://rundblick-unna.de/schliessung-der-nicolaischule-waere-nicht-unproblematisch-drei-perspektiven-fuer-unnas-innenstadtgrundschulen/).

Nicolaischule

Vertreterinnen der Nicolaischule Ende November bei der Vorstellung des Doppelhaushalts, in dem ein Verkauf des Schulgrundstücks im Rahmen der „Baulandoffensive“ als Vorschlag aufgelistet ist.

„Scher wird mittel- bis langfristig eine Diskussion über Grundschulen in Unna geführt werden müssen“, beenden die Freien Wähler ihre Einlassung. „Bevor man jedoch bewährte Einrichtungen schließt, sollte die Gesamtentwicklung im Schulbereich weiter aufmerksam beobachtet und analysiert werden.“

Die Politik bemühe sich derzeit, Unna attraktiver für junge Familien zu machen – insbesondere durch die Bereitstellung innerstädtischer Neubauflächen. „Bleibt abzuwarten, wie sich diese Bemühungen zukünftig auf die Schülerzahlen auswirken.“ Schulpolitisch bestehe jedenfalls kein akuter Grund, die Nicolaischule abzuwickeln. „Die FW/FLU tritt dafür ein, diese Schule solange zu erhalten, wie dies im Interesse unserer Kinder sinnvoll ist!“

 

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