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Für Kleinkriminelle nur noch Bußgelder – damit Polizei mehr Zeit für schwere Straftaten hat

Wer geringfügig kriminell wird – durch Ladendiebstahl z. B. – soll nach der Vorstellung der Polizeigewerkschaft (GdP) künftig mit einem Bußgeld davonkommen. Damit die Polizei mehr Zeit und personelle Manpower hat, sich um die wirklich schweren Kriminellen und schwere Straftaten zu kümmern.

So steht es in einem neuen Krimimalpolitischen Programm, das die Gewerkschaft der Polizei (GdP) heute in Düsseldorf vorstellte. Der Kerngedanke: Bestimmte Delikte sollen nicht mehr aufwändig mit Ermittlungsverfahren verfolgt werden, sondern sich mit einem Bußgeldbescheid erledigen. Gedacht wird dabei an Schwarzfahren, Nachbarschaftsstreitigkeiten oder eben Ladendiebstahl. Es gehe nicht darum, Straftaten zu bagatellisieren, betont der Landes-Gewerkschaftsvorsitzende Arnold Plickert. „Unser Ziel ist die effektive Verfolgung der Täter.“

Denn wenn sich Polizei und Staatsanwaltschaft nicht mehr um jeden Kaugummidieb kümmern müssten, würden erhebliche Ermittlungsressourcen frei. Diese wiederum braucht die Polizei nach den Worten ihrer Gewerkschaft dringend für die Verfolgung schwerer Straftaten.

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