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Für gesicherte Schulsozialarbeit bis Ende 2017 muss Stadt ca. 240 000 € aufbringen

Die Fortführung der Schulsozialarbeit bis Ende 2017 soll der Schulausschuss heute beschließen (er tagt seit 17 Uhr). Es geht um die Sozialarbeiter, die an den bisherigen Grund-, Real- und Gesamtschulen Unnas sowie an der Harkortförderschule tätig sind.

Finanziert wird die Schulsozialarbeit durch Geld vom Land NRW und einem Eigenanteil. Den für dieses Jahr bezahlt (auf einer Basis von 4,33 Stellen) der Kreis Unna. 2016 und 2017 werden jeweils 120 000 € an Eigenanteil zu zahlen sein: Diese Summe, schreibt die Stadt in ihrer Vorlage für die heutige Sitzung, können durch voraussichtliche Einsparungen bei den Hilfen zur Erziehung gedeckt werden.

Das Land NRW hatte Ende 2014 angekündigt, die Schulsozialarbeit von 2015 bis 2017 mit gesamt 47,7 Mio. € pro Jahr fördern zu wollen. „Mit diesem Betrag übernimmt das Land 70 % der Kosten“, erläutert die Stadt diese Nenngröße. Den Rest müssen die Kommunen (Kreise bzw. Städte) aufbringen.

Für den Kreis Unna bedeuten diese 70 Prozent rund 1,8  Mio. pro Haushaltsjahr. Das Land will mit diesem hohen Zuschuss „zielgruppenorientierte Jugendarbeit an Schulen zum Ausgleich sozialer Benachteiligung“ garantieren, erklärt die Stadt. Dies unterstütze auch die Chancengleichheit auf Bildung und Teilhabe. In den Schulen – auch an den Schulen Unnas – sei professionelle  Sozialarbeit inzwischen unverzichtbar.

Das Land fördert seit Januar 2015 4,33 Stellen zu je 5.410 € pro Monat inklusive Sach- und Gemeinkosten. Die Stadt Unna möchte jedoch an zwei Vollzeitstellen zusätzlich festhalten, da sich dies (so ergab auch die Rücksprache mit den Schulen) bewährt haben. Jede Vollzeitstelle kostet ca.  49.000 € im Jahr. Für das Haushaltsjahr 2015 erhält Unna für die Schulsozialarbeit rund 280 500 Euro Fördergeld: 70 % vom Land, 30 % vom Kreis. Die Differenz zu den tatsächlichen Kosten in Höhe von 315.000 € muss der Kämmerer außerplanmäßig im Haushaltsjahr 2015 zur Verfügung  stellen.
Für die Jahre 2016 und.2017 erhält die Stadt vom Kreis jährlich 196 000 € und muss jeweils 120 000 € selbst aufbringen.

Kommentare (2)

  • Ralf

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    Ich verstehe dieses Gezerre gar nicht. 240000 sind ja nun auch kein Pappenstiel. Halten wir fest: Es gibt Eltern mit Erziehungsauftrag und Lehrer. Wofür jetzt noch Sozialarbeiter in der Schule?

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  • Jama To via Facebook

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    Aber wo sollten all die Beamten sonst hin? Beschäftigung Therapie!

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