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Für die Aussicht! Ortstermin in Sachen Baum am Bismarckturm

Ratsherr Christoph Tetzner und der Bismarckturmverein lassen nicht locker. Für bessere Aussicht vom Turm herab ins weite Land soll die Flora gelichtet werden. Speziell geht es um einen ganz bestimmten Baum, der die Aussicht gen Münsterland behindere.

Das Votum unserer Leser (aus Unna wie aus Fröndenberg) war beim ersten Berichten über die Gretchenfrage „Was ist wichtiger: Baum oder Aussicht?“ erschlagend pro Baum, auch die Unnaer Stadtverwaltung sah bisher keinen Grund, dort im Grenzgebiet zwischen Unna und Fröndenberg zwecks Aussichtszwecken die Säge kreisen zu lassen.

Denn dass auch „Aussicht“ relativ ist, zeigt sich z.B.  an diesem herrlichen Panoramafoto des Fröndenberger CDU-Ratsherrn Gerd Greczka, der sich am Samstagabend bei der Sonderöffnung des Bismarckturms sein eigenes Bild machte…

Aussicht Bismarckturm

Doch der hartnäckige fraktionslose Ratsherr Tetzner und die Türmer wollen nicht so schnell die Säge ins Korn werfen. Am Samstag lud der Bismarckturmverein zu einem Ortstermin, berichtet Tetzner auf Facebook.

„Der Rat der Kreisstadt Unna und der Rat der Stadt Fröndenberg waren eingeladen. Bei Bratwürstchen und Getränken gab es die Möglichkeit, die Anliegen der „Türmer“ genauer zu ergründen“, notiert Tetzner seinen mit Bildern unterlegten Kurzbericht.

Bismarckturm 1

Der Ausflug zum Bismarckturm wurde zum Freiluftpicknick unter guten Freunden inkl. Ehepartnern: Teilgenommen haben Christoph Tetzner selbst und sein Lebensgefährte Matthias Toepfer, Massens Ortsvorsteher (und Kreisheimatpfleger) Dr. Peter Kracht mit seiner Ehefrau, der Ratsfrau Gudrun Friese-Kracht (SPD); Ortsvorsteherin Ingrid Kroll mit ihrem Mann Eugen Kroll;  SPD-Ratsfrau Bärbel Risadelli und ihr Mann Salvo, dazu die beiden sachkundigen Bürger Thorsten Hase und Christian Jänig (SPD).

Die CDU-Vorsitzende aus Fröndenberg, Sybille Weber, betonte am Sonntag gegenüber unserer Redaktion: „Also von einem gemeinsamen Termin der Stadträte da wirklich nicht die Rede sein kann. Wobei hoffentlich jeder Stadtrat ohnehin schon mal auf dem Turm war und weiß, worum es geht.“

„Um entscheiden zu können, muss man sich ein Bild vor Ort machen“, so hingegen Tetzners Fazit. „Für mich steht fest: Bisher gibt es nur eingeschränkte Aussicht!“ Er betont mit dem Verein: Uneingeschränkte Aussicht sei dem Bismarckturmverein seinerzeit vertraglich zugesichert worden. Diesem Standpunkt wiederum pflichtet auch die Fröndenberger CDU-Vorsitzende bei: „Per Vertrag ist  freie Aussicht garantiert, und soweit ich weiß, stand dies auch im Zusammenhang mit geflossenen Fördermitteln.  Natürlich legen die Türmer Wert darauf, dass man vom Turm aus in alle Richtungen blicken kann. Das geht jetzt halt nicht und darüber ist zu reden.“

 

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Bismarckturm 3

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