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Fünf Jahre lang mehr Fachpersonal für fünf ausgewählte Kitas

Fünfmal 25 000 macht 125 000; in diesem Fall Euro. Das Ganze nochmal mit fünf (Jahren) multipliziert: Und schon hat man die Summe, die ab dem neuen Kindergartenjahr fünf Unnaer Kitas zusätzlich vom Land erhalten sollen, und zwar zunächst auf fünf Jahre limitiert. 625 000 Euro sind´s. Die steckt das Land in den personellen Ausbau freilich ausgwählter Kindertagesstätten.
Jede der dergestalt beglückten Einrichtungen ist eine „Kita plus“. Dieses Modell gehört zum überarbeiteten Kinderbildungsgesetz (Kibiz), das am 1. August in Kraft tritt.
Mit den zusätzlichen 25 000 Euro im Jahr dürfen die Kindergärten freilich nicht nach Belieben verfahren. Sie müssen „zweckgebunden“ weiteres pädagogisches Personal damit finanzieren, wobei der Jahreszuschuss für eine halbe Erzieherstelle ausreichen würde. Das bedeutete also pro Kita eine neue Kollegin, die auf Teilzeit und auf fünf Jahre befristet eingestellt würde.
Folgende Einrichtungen dürfen als Plus-Kitas schon einmal den Ausschreibungstext für ihre zusätzliche halbe Erzieherinnenstelle vorformulieren: die Evangelische Kita Zwergengarten in Unna-Süd, die AWO-Kita Wirbelwind in Massen, die Kita Luna (Diakonie) an der Heinrichstraße, die AWO-Kita Rasselbande an der Berliner Allee sowie der Katholische Kindergarten Herz Jesu am Salzweg – Letztere drei liegen in Königsborn. Die „Ernennung“ einer Kita zur Kita plus hängt von der Sozialstruktur ab – genaugenommen um die Zahl der unter Siebenjährigen in Hartz IV-Familien.
Unnas übrige 24 Kindergärten bekommen mit der Umsetzung des Kibiz wie jede Kita in NRW eine zusätzliche Verfügungspauschale, mit der sie z. B. Aushilfskräfte für die Küchenarbeiten bezahlen können. Damit wären die Erzieherinnen für ihre eigentliche Aufgabe entlastet: das Erziehen. (Silvia Rinke)

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