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Früherer Airport-Chef klagt auf Jahresgehalt – einen Tag nach 90. Flughafen-Geburtstag

Ironie des Zusammentreffens. Gestern feierte die der Flughafen Dortmund seinen 90. Geburtstag – am 27. April 1925 ging der Ruhrgebietsflughafen an seinem ersten Standort in Dortmund-Brackel offiziell in Betrieb. Heute, nur einen Tag danach, zieht der frühere Airport-Chef Markus Bunk gegen den Dortmunder Flughafen vor Gericht. Bunk fordert nicht weniger als ein Jahresgehalt von seinem früheren Arbeitgeber, weil dieser bei seiner Kündigung vorgeschriebene Fristen versäumt habe. Markus Bunk war vor zwei Jahren zum Flughafen Frankfurt-Hahn gewechselt.

Die ersten Flüge starteten seinerzeit vor 90 Jahren von Brackel aus etwa nach Berlin oder via Bremen und Hamburg nach Kopenhagen. Bereits im Januar 1926 landeten in Brackel täglich zwölf Maschinen der neu gegründeten Deutschen Lufthansa AG. Im Geschäftsjahr 1927/28, schreibt der Airport in seiner Historie, zählte die junge Dortmunder Flughafen GmbH erstmals mehr als 4300 Starts und Landungen.

Der Flughafen Dortmund wird am Standort Wickede (Gewerbegebiet Eco Port Holzwickede) jährlich mit  ca. 20 Millionen Steuergeldern subventioniert (über die Dortmunder Stadtwerke DSW21).  Die Stadt Unna, die vor allem in Massen, Königsborn und Teilen der Innenstadt vom Fluglärm betroffen ist, wehrt sich derzeit gegen eine Ausweitung der nächtlichen Betriebszeiten.

Aktualisierung vom Nachmittag: Seine Klage auf Gehaltsnachzahlung hat Ex-Flughafenchef Bunk heute verloren.

(Foto: Dortmund Airport)

Kommentare (1)

  • Helmut Brune

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    Fluglärm ist schon Schlimm. Mir war bei meinen Besuchen an Unna auch schon aufgefallen, daß die Flugzeuge im Landeanflug ziemlich tief über Unna fliegen. Nächtliche Flugmanöver rauben den Bürgern den Schlaf und sollten minimalisiert bleiben.

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