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Frostige Zeiten für Eissporthallen: Unna und Hamm wackeln beide – aus ganz ähnlichen Gründen

Frostige Zeiten für Eishallen. Auch die Halle im Maxipark Hamm steht auf der Kippe, und die Ursachen sind fatal mit denen in Unna vergleichbar: Mitnichten zuwenig Nutzer. Mitnichten zu geringe Auslastung. Einzig: zu hohe Kosten.

Wegen: Sanierungsstaus und fälliger Reparaturen in Millionenhöhe. Der Eishockeyverein in Hamm könnte bei einer Schließung die Schläger einpacken.

Weitere Parallele zu Unna: Durch die Diskussion geisterte bereits der Verkauf der Halle „für einen symbolischen Euro“. In Hamm machte diesen Vorschlag Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann persönlich, in Unna bot Pächterin Silvia Kuchnia im öffentlichen Hauptausschuss einen Euro für die Halle.

Die Eisporthalle im Maxipark Hamm (mit etwas unter 50 000 Besuchern je Saison) gehört der Stadt (in Unna: den städtischen Wirtschaftsbetrieben WBU) und bekommt einen jährlichen Zuschuss von 360 00 Euro. Rund zehn Jahre jünger sie noch als die 40 Jahre alte Unnaer Eissporthalle, umso größer das Finanzierungsdilemma: Laut einem Bericht des Westfälischen Anzeigers (WA) Hamm würde die (überfällige) Modernisierung über fünf Mio. verschlingen – mehr als das Doppelte der Summe, die die das Bausubstanzgutachten für die Eissporthalle am Bergenkamp prognostiziert.

Noch zwei weitere Parallelen finden sich zwischen den beiden kriselnden Eissporthallen: Für beide laufen Unterschriftenaktionen – in Unna über die Facebookseite „Eishalle Unna for ever!“ und die Pächterfamilie Kuchnia, in Hamm von den Fans der Hammer Eisbären gestartet. Und: Für beide Hallen sollen bis Januar/Februar „belastbare Zahlen“ auf dem Tisch liegen, auf deren Basis dann entschieden wird.

Es dürfte also ein frostiger Winter für die Eissportjugend in der Region werden.

Die Unnaer Halle hat einzig einen kleinen Zeitvorteil: Im Gegensatz zu ihrem Pendant im Maxipark ist sie zumindest bis 2020 gesichert – da so lange noch der Pachtvertrag mt der „Ice and Fun“-GmbH der Kuchnias läuft.

 

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