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Fröndenberger türmt mit Trittleiter aus Knast, bricht sich Rippe – und fragt Polizisten um Hilfe

Er türmte klassisch mittels Trittleiter aus dem Gefängnis, tat sich dabei leider böse aua – und fragte ausgerechnet die Polizei um Hilfe. Unfassbar, aber wahr. Obgleich heute Rosenmontag ist.

War das nun (sehr!) gesundes Selbstbewusstsein, Dreistigkeit oder pure Dummheit? Diese Frage stellten sich Bundespolizisten in der Nacht zum heutigen (Rosen-)Montag sehr ernsthaft. Folgendes erlebten sie:  Ein 63-Jähriger aus Fröndenberg bat sie am Dortmunder Hauptbahnhof um Hilfe. Er sei im Bahnhof die Treppen heruntergestürzt. Nun, kann ja mal passieren.

Da der Herr allerdings irgendwie widersprüchliche Angaben zu seinem vermeintlichen Unfall machte, kam den Polizisten die Sache rasch komisch vor. Sie schauten sich ihr Gegenüber  genauer an – und schau an:

Ihr guter Riecher bestätigte sich. Der Fröndenberger sollte ursprünglich im Castrop-Rauxeler Gefängnis übernachten. Dazu hatte er aber keine Lust: Er türmte klassisch mit Trittleiter und Steighilfen. Offenbar hatte er darin wenig Übung, denn auf der Flucht brach er sich vermutlich eine Rippe. Eine gebrochene Rippe gab er jedenfalls gegenüber den Bundespolizisten an. Passiert sei ihm das – klar! – beim Trepperunterfallen am Dortmunder Bahnhof.

Wobei auch sonst.

Der Ausbrecher wurde zuerst durch die Bundespolizisten zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus und dann auf direktem Wege in die JVA Dortmund gebracht. Gesiebte Dortmunder Luft statt gesiebte Castroper Luft – ob das nun eine wirkliche Verbesserung darstellt…

Ob sich der Fröndenberger von den Bundespolizisten diese Art von Hilfe erhofft hatte, kann jedenfalls bezweifelt werden.

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