Rundblick-Unna » Fröndenberg: Zu eilig zum Mühlenberg – VW kracht gegen VW

Fröndenberg: Zu eilig zum Mühlenberg – VW kracht gegen VW

Auf der Straßenseite bergan parken Anwohnerfahrzeuge dicht an dicht, den Rest der schmalen Fahrbahn müssen sich Verkehr und Gegenverkehr in stillschweigender jeweiliger Übereinkunft teilen. Das klappt nicht immer konfliktfrei, und da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann es in diesem Nadelöhr in Fröndenberg-Mitte mal heftig krachen würde. Das hat es am Sonntagabend getan – es gab 3 Verletzte und ziemlichen Sachschaden.

Gegen 18 Uhr passierte der Unfall auf der Nordstraße. Nach ersten Erkenntnissen der Polizeibeamten  vor Ort war der Fahrer eines silbernen Golfs mit deutlich überhöhtem Tempo den Berg hinab in Richtung Mühlenberg gefahren, als ihm ein dunkler VW auf dem Weg stadtauswärts entgegen kam. In der Kurve nahe der Einmündung zum Birkenweg prallten die beiden Volkswagen so heftig zusammen, dass die Front des Golfs komplett demoliert wurde. Der Fahrer des Golfs soll deutlich schneller gefahren sein als 30 km/h, die dort auf der Nordstraße erlaubt sind. Auf dieser Nadelöhrstrecke verkehren unter anderem auch Linienbusse.

UPDATE Montagmittag: Der Bericht der Kreispolizeibehörde liegt vor.

Bei dem Verkehrsunfall gegen 18.00 Uhr wurden 2  Männer und eine Frau verletzt. Ein 52-jähriger Passatfahrer aus Grevenbroich fuhr die Nordstraße bergauf. Da am Fahrbahnrand geparkte Fahrzeuge standen, bremste er bis zum Stehen ab, als ihm ein Pkw entgegen kam. Dessen Fahrer – ein 18-jähriger Fröndenberger – bemerkte laut Polizei die Engstelle zu spät und schaffte es nicht mehr, seinen Golf abzubremsen.

Bei dem Zusammenstoß wurden er, der 52-jährige und dessen 51-jährige Ehefrau verletzt. Alle drei wurden in Krankenhäuser gebracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Es entstand etwa 13.000 Euro Sachschaden. Die Feuerwehr streute auslaufende Betriebsstoffe ab.

(Fotos: privat)

unfall nord 1

Unfall nord 3

Kommentare (3)

  • Michael Strobel

    |

    Zwischen Nordstraße (Einmündung Ahornweg) fährt man steil bergab in eine langgezogene, nicht einsehbare Rechtskurve und zwischen Nordstraße (Einmündung Klusenweg) bergauf dementsprechend in eine langgezogene, nicht einsehbare Linkskurve, wobei die rechte Straßenseite (bergauf gesehen) abends und am Wochenende in der Regel komplett zugeparkt ist. Hat man besonderes Pech, dann begegnet einem bei der Bergfahrt auch noch der Linienbus. Eigentlich ist es ein Wunder, dass es dort nicht häufiger zu Zusammenstößen kommt. Hier besteht m. E. dringender Handlungsbedarf. Eine kostengünstige Minimallösung, mit der vermutlich auch die Anwohner leben könnten, wäre, auf dem genannten Straßenabschnitt mind. drei ausreichend große Bereiche als eingeschränkte Halteverbotszonen auszuweisen / zu markieren, die dann ausschließlich dem Ausweichen bei entgegenkommendem Verkehr zur Verfügung stehen. Außerdem könnten noch eingebaute Schwellen zu einer langsameren Fahrweise, bes. bergab, „motivieren“.

    Antworten

    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Ja, Michael Strobel, sowohl die Anwohner wie auch viele, die regelmäßig dort herfahren, haben ständig damit gerechnet, dass es dort mal heftig kracht. Das Problem dort ist, dass die Anwohner auf dem Gehweg nicht parken dürfen, Frage also: Reicht der zur Verfügung stehende Platz für alle Kfz noch aus, wenn Halteverbotszonen markiert werden? Sinn machen die dort zweifellos (eigene Anschauung).

      Antworten

    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Als aktuelle Information, Michael Strobel: Eine Anwohnerin teilt in einer Fröndenberger Facebookgruppe mit, dass genau diese Vorschläge schon einmal von den Anwohnern gemacht, jedoch abgeschmettert worden seien. Möglicherweise „hilft“ dieser Unfall jetzt zum Umdenken.

      Antworten

Kommentieren