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„Freue mich auf Männerbekanntschaften“: Geknacktes fb-Profil eines Fröndenbergers macht Polizei mobil

„Freue mich auf neuen Männer bekannt schaften (bin Homosexuell)“.  So weit: ein überraschender, weil mutiger und sympathischer Facebookpost heute Nachmittag in einer Fröndenberger Facebookgruppe. Wäre denn der Schreiber auch mit dem Inhaber des Profils identisch gewesen. Das war er nicht.

Entsprechend – heilloses Chaos brach aus, unmittelbar nachdem sich der weithin bekannte, mit Klarnamen und ordentlichem Profilbild auftretende Fröndenberger (hier Martin B. genannt) so unversehens geoutet hatte. Denn jener zunächst Unbekannte, der sein Profil geknackt hatte, postete nun fröhlich-frech weiter unter seinem Namen. Allerdings ließen Ausdrucksweise und Ortografie sofort darauf schließen: Dies ist niemals Martin. So schreibt der nicht. Das muss ein anderer sein – ebenfalls in der Gruppe namentlich bekannt. Nennen wir diesen mal Marvin K.

Findige Gruppenmitglieder fanden also geschwind heraus, dass Marvin K. offenbar über das Handy von Martin B. dessen Facebook-Account gekapert hatte. Sodann hatte er ihn in der Fröndenberger Gruppe als nach Männerbekanntschaften suchend geoutet. Da in Fröndenberg ziemlich viele viele andere kennen, war relativ schnell klar, wer dahinter steckte. Denn ein Freund Martin B.´s schrieb ein Gruppenmitglied an, klärte die Sache auf,  und der Angeschriebene gab die Information sofort in die Gruppe weiter.

Mittlerweile hat Marvin K. seinen grottenschlechten Scherz zugegeben. Letzten Informationen nach behauptet er, dass er seine Gründe habe, diese aber nur der Polizei erzählen werde. Die soll laut seiner Aussage auch schon bei ihm angerufen haben, er lachte sie aber nur aus…

Wir bleiben dran und berichten morgen nach.

Gericht Justitia

Ist es strafbar, z. B. Facebook- oder Messenger-Accounts anderer Personen zu hacken?

Ja – das ist eindeutig eine Straftat:

§ 202a StGB (Ausspähen von Daten)
(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.

Kommentare (2)

  • luenne

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    Sind wir mal ehrlich bei unserer Justiz würde es mich schon wundern wenn überhaupt was passiert …

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  • luenne

    |

    Besonders wenn er zwar über 18 ist aber dann wieder mein „geliebtes“ Jugendstrafrecht angewandt wird …

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