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Freitag der 13. – Eigentlich der Welttag der Aluhüte

Heute ist Freitag der 13.! Dieser Tag befindet sich in illustrer Gesellschaft: Die zwölf Apostel, die Krombacher Elf … Aber warum dieser Tag jetzt so als der Unglückstag schlechthin gilt, wissen wir eigentlich gar nicht. Wir spoilern mal ein wenig und verraten, dass es im Oktober wieder einen Freitag den 13. gibt. So bleibt dann ein wenig Zeit, um sich auf das nächste Mal vorzubereiten.

Fälschlicherweise behauptet man, dass es mit dem „Schwarzen Freitag“ im Jahre 1929 zusammenhängt. Damals gab es den großen Börsencrash in den USA. Allerdings begann der schon am Donnerstag zuvor. Und nach Adam Riese und Eva Zwerg wäre das der 12. gewesen. Aber das ist natürlich alles Mumpitz! Denn dieser schwarze Freitag, der eigentlich ein Donnerstag war, ereignete sich am 25. Oktober 1929! In Deutschland war man Dem aber schon um einige Jahre voraus, und so kam es an der Berliner Börse lustigerweise an einem Freitag dem 13. Mai im Jahre 1927 zu einem deftigen Kurseinbruch.

In all den Jahren haben die Medien diese beiden Ereignisse dann dezent verwurschtelt – und zwar so sehr, dass man teilweise heute noch dran glaubt. Gewisse Immobilienmogule twittern es heute noch so in den sozialen Medien von den Dächern … aber lassen wir das …

Aber woher stammt denn nun eigentlich diese Panik vor dem heutigen Tag?

Diverse Statistiken belegen ja, dass sich an einem Freitag dem 13. nicht mehr Unglücke ereignen, wie an anderen Tagen.

Es geht dabei um einen Irrglauben …. ja ja – der Glauben! Es beginnt wohl tatsächlich in der Bibel. So soll es an einem Freitag gewesen sein, an dem Adam und Eva aus dem Garten Eden vertrieben wurden, weil sie die Früchte vom Baum der Erkenntnis aßen … Für Anhänger des christlichen Glaubens damals schon ein großes Unglück.

Ein paar Jahre später“ stellte man dann eine Verbindung zum letzten Abendmahl her. Jesus lud damals zur Feier des Tages seine zwölf Jünger zum letzten Abendmahl. Ein Jesus plus zwölf Jünger … macht einen Tisch für 13 Personen. Von Judas (dem dreizehnten Gast) wurde Jesus noch am gleichen Abend verraten. Also auch – relativ unglücklich für die weiterführende Geschichte.

Jetzt kommt ja auch erschwerend hinzu, dass Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde – eben dem Karfreitag. Ob das nun aber auch ein 13. war, ist in der ganzen Geschichte nicht wirklich belegt. Mit genauen Daten hatte man es ja damals nicht so.

Aber wie Dem auch sei, warum ein Freitag der 13. nun so ein böser Unglückstag sein soll, ist nirgendwo ernsthaft belegt oder bewiesen.

Erschreckend viele Menschen bleiben an diesem Tag zu Hause, und sogar gleich im Bett. Irgendwann muss man aber auch mal auf das Klo … und genau da passiert es dann: Man rutscht aus, bricht sich doppelt das Wadenbein und holt sich neben einem Kreuzbandriss auch noch eine Bänderdehnung in der Unterhose! Dumm gelaufen! Aber genau das geschieht gerade dann, wenn man an genau diesem Tag so darauf pocht, dass der Freitag der 13. ein Unglückstag ist.

Also runter mit dem Aluhut und raus an die frische Luft! Wenn etwas passieren sollte, dann ist das nun mal so – das hätte dann genauso gut an einem Samstag oder Sonntag passieren können.

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