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Freigeist auf Abwegen – Wenn Katz nicht wieder nach Hause kommt

Sie schlug sich nochmal ordentlich den Bauch voll, schlüpfte durch die Katzenklappe und verschwand grußlos in die Nacht. Und kehrte nicht zurück….

Wenn die Miez verschwunden bleibt… Mehr als 78.000 Katzen und Kater sind aktuell über das bundesweite Haustierregister Tasso vermisst gemeldet, allein 647 im Umkreis von 20 km um Unna.

Auch Hunde tauchen in dem Vermisstenregister auf (Unna plus 20 km: derzeit 74), Papageien, Zwergkaninchen, Wellensittiche und sogar zwei Frettchen in Bergkamen. Den weit überwiegenden Teil der vermissten Tiere machen jedoch Katzen aus. Die Freigeister verschwinden gerade jetzt im Frühjahr in auffälliger Zahl: Es ist warm, alles blüht und duftet, da brechen auch bei kastrierten Minitigern häufig die Frühlingsgefühle aus.

Ganz wichtig: Freigängerkatzen grundsätzlich chippen, registrieren und evtl. zusätzlich tätowieren lassen. Tierheime und auch viele Tierärzte besitzen Chipauslesegeräte und können so zugelaufene oder verletzt gefundene Tiere ihrem Besitzer wieder zuordnen. Auch bei vielen Bauhöfen / Stadtbetrieben ist es üblich, nach einem Chip zu forschen, wenn eine tote Katze oder auch ein toter Hund von der Straße aufgesammelt werden musste.

Wenn ein Freigänger im Frühjahr oder Sommer von seiner üblichen Revierstreife plötzlich nicht mehr zurückkehrt, ist das Schlimmste für den Besitzer die Ungewissheit. Was kann passiert sein?

– Die Katze wurde überfahren: Beim städtischen Bauhof bzw. den zuständigen Stadtbetrieben nachfragen, ob irgendwo eine tote Katze auf der Straße gefunden wurde. Man hat dann wenigstens Gewissheit, wenngleich schmerzliche.

Die anderen Möglichkeiten sind vielfältig und zahlreich. Die Katze kann eingesperrt worden sein, kann verletzt irgendwo herumliegen, sie kann sich erschreckt haben, panisch weggerannt sein und sich verirrt haben. Sie kann mitgenommen worden sein oder irgendwo fremdgefüttert werden, sie hat plötzlich der Freiheitsdrang gepackt oder sie ist aus eigenem Entschluss abgewandert… man weiß es eben nicht. Eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Was kann man tun?

– Nachbarn informieren. Handzettel verteilen, Suchmeldungen in den sozialen Medien einstellen, Plakate aufhängen. Hundehalter, die regelmäßig in der Gegend spazierengehen, beim Gassigehen die Augen aufzuhalten.

Tasso

Tasso einschalten. Bei Tasso kann man für vermisste registrierte Haustiere kostenlos Plakate und Flyer drucken lassen, in guter Qualität und Farbe. Die zentrale Infonummer ist rund um die Uhr besetzt, d. h. dass der Besitzer auch morgens um 2 informiert wird, wenn irgendwo eine Sicht- oder Fundmeldung für das Tier einläuft.

– In den Tierheimen und Tierarztpraxen der Umgebung Bescheid geben.

– Auf eigene Faust suchen: Dazu wählt man am besten die späten Abendstunden bzw. die Nacht. Nachts ist es ruhig, Geräusche sind weithin zu hören: Sowohl für die Katz (sie hört Lockrufe ihres Besitzers besser als tagsüber und reagiert vielleicht darauf) als auch für den Besitzer (er hört vielleicht klägliches Miauen oder Wimmern, wenn das Tier irgendwo eingesperrt oder verletzt ist). Leckerlidose mitnehmen und damit klappern, wenn die Miez das Geräusch kennt.

Ganz wichtig: nicht aufgeben.  Gerade Kater (auch unkastrierte) dehnen im Frühling und Sommer ihren Aktionsradius zuweilen deutlich aus und gehen auch mal Kilometer weit. Immer wieder kehren Katzen und Kater auch nach langer Abwesenheit heim: Auch nach Wochen oder sogar Monaten stehen plötzlich vor der Tür, als wäre gar nichts gewesen. Und blicken ihre grenzenlos glücklichen und erleichterten Besitzer verwundert an: War was?

Tasso

Über Tasso

Der gemeinnützige Verein Tasso e. V. setzt sich dafür ein, jedes entlaufene Tier so schnell wie möglich wieder zu seinem Halter zurückzubringen. Darüber hinaus engagiert sich der Verein auch für andere Tiere in Not. Er finanziert sich ausschließlich über Spenden.

Alle Infos über Tasso hier

Kommentare (2)

  • Willy

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    Hier ist ein „wild“ aufgewachsener Kater die Tage, nach weit über einem Jahr Abwesenheit, wieder aufgetaucht. Eine Katze, auch ein „Wildfang“ war 6 Wochen weg.
    Wenn sie gehen wollen, gehen sie und man kann nur hoffen.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

      |

      Das hast du schön und sehr treffend zusammengefasst, Willy: Wenn sie gehen wollen, gehen sie.

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