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Freie Wähler: Nicolaischule nicht kurzfristig aufgeben

Die Diskussion über eine mögliche Aufgabe der Nicolaischule sollte aus Sicht der Freie Wähler-Fraktion (FW/FLU) erst „mittelfristig“ beginnen. „Es sind unbedingt vorherige Gespräche mit Betroffenen in den einschlägigen Gremien vorzuschalten. Und auf jeden Fall sollte zunächst sollte der nächste Anmeldetermin abgewartet werden“, verlangt der Fraktionsvorsitzende Klaus Göldner als Ergebnis der Haushaltsberatungen vom Wochenende.

Der im Haushaltsplanentwurf vorgeschlagene Verkauf des Nicolaischulgebäudes ist hochsensibel. Schul- und Elternvertreter wehren sich vehement dagegen, auf die Streichliste gesetzt zu werden, ohne dass zuvor eingehende Gespräche geführt oder vielleicht auch Alternativen ausgelotet wurden. Wieso, fragen sie erzürnt, laufe jede Diskussion über Grundschulschließungen in der Innenstadt immer auf die Nicolaischule hinaus? Sie sei zwar die kleinste (Falkschule ca. 200 Schüler, Katharinenschule 330 Kinder), halte ihre Zahl von 100 Schülern aber konstant.

Grundsätzlich für eine Aufgabe des Nicolaischulgebäudes hat sich die SPD positioniert; natürlich aber ebenfalls nicht ohne vorherige gründliche Klärung, wie die Beschulung der Innenstadtkinder künftig an zwei statt drei Standorten bestmöglich zu bewerkstelligen wäre. Die CDU nahm zur Nicolaischule bisher keine Position ein.

Nicolaischule

Die Haushaltsvorstellung der Stadt nutzen Vertreter der Nicolaischule, um ihre Empörung kund zu tun.

Ja sagt die FW/FLU zur kurzfristigen Vermarktung folgender Grundstücke:

– Sportplatzgelände Hertinger Tor (da ein zentraler Grundschulneubau aufgrund der Haushaltssicherung obsolet ist);

– Parkplatz Schulstraße (als „Filetgrundstück im Innenstadtbereich äußerst gewinnbringend zu vermarkten);

Bürgerhausgelände Hemmerde – kurzfristig überplan- und für Wohnbebauung nutzbar;

– Ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in Massen: Schulhaus abreißen, neue Häuser bauen;

Anne-Frank-Realschule Königsborn: das gleiche, da „nicht mehr mit akzeptablem Finanzaufwand zu sanieren“;

– ehemaliges Freizeitbad Massen. „Hier ist jedoch sorgfältig zu prüfen, ob aufgrund der anerkannt hohen Lärmimmissionen“ (gemeint ist die Einflugschneise) „Wohnbebauung überhaupt infrage kommt. In diesem Bereich böte sich die Ansiedlung von kleinteiligem Gewerbe an“, schlagen die Freien Wähler vor.

 

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