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Freie Wähler (FW/FLU) stimmen Privatisierung des „Fässchens“ zu

Die Freie Wähler-Fraktion (FW/FLU) macht gegenüber der ungeliebten CDU das nächste Fass auf: Sie stimmt einer Privatisierung des Seniorentreffs „Fässchen“ zu – und zwar ausdrücklich, betont Fraktionschef Klaus Göldner (Foto) nach den Haushaltsberatungen an diesem Wochenende.

Klaus Göldner, FW/FLU

„Wir begrüßen ausdrücklich den Vorschlag der Verwaltung, die Verantwortung für die Altenbegegnungsstätten ab 2017 in geeignete caritative Organisationen zu geben“, erklärt Göldner für seine Fraktion. „Es sei nicht einzusehen, dass das Betreiben solcher Einrichtungen in städtischen Händen liegt. Das zurzeit bestehende Angebot kann durch eine andere Organisation sicher mindestens genauso effektiv aufrechterhalten werden wie unter städtischer Leitung.“

Diesbezügliche „Angstkampagnen“ in Bezug auf eine mögliche Schließung seien „unverantwortlich“, schreibt der FLU-Chef der CDU ins Buch, die sich massiv gegen einen Verkauf der Seniorenbegegnungsstätte an der Hertingerstraße zur Wehr setzt (Berichte hier auf Rundblick). Die Freien Wähler können mit dem Vorschlag des Kämmerers absolut konform gehen: „Durch eine Verantwortungsübertragung wird bei mindestens gleichbleibendem Angebot der städtische Haushalt entlastet.“

Die SPD hatte bei ihrer Haushaltsklausur vor drei Wochen dem Haushaltssicherungskonzept des Kämmerers nahezu ohne Abstriche zugestimmt. Damit dürfte es für die CDU schwer werden, für ihren Antrag – das „Fässchen“ weiterhin städtisch zu betreiben – im Rat eine Mehrheit zu finden.

 

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