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FLU/FW legt vor: Fünf-Punkte-Programm für stolperfreie Bummelzone

Kaum noch eine Woche vergeht, ohne dass Bürger in der Fußgängerzone straucheln oder gar lang hinschlagen: Aufgrund dieser Beobachtung legt die Fraktion Freie Liste Unna/Freie Wähler Gemeinschaft (FLU/ FWG) ein Fünf-Punkte-Programm zur abschnittsweisen Sanierung der Fußgängerzone vor.

Im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag wurden die Ideen bereits wohlwollend zur Kenntnis genommen. Bürgermeister Werner Kolter sicherte zu, bis zu den Haushaltsberatungen Ende Oktober folgende Fragen prüfen zu lassen: Erstens – was ist notwendig, was muss, sollte gemacht werden; zweitens: welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es.

Zwar ist auch der FLU/FW klar, dass sich in der Stadt in der Haushaltssperre keine großen Sprünge erlauben kann. Doch die Ausgaben ließen sich ebenso wie die Bauabschnitte durchaus über mehrere Jahre splitten, meint Fraktionschef Klaus Göldner ebenso wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Hoffmann, der ein sukzessives Vorgehen bereits im Sommerinterview mit Rundblick Unna vorgeschlagen hatte. Das jetzt vorgelegte Programm der Freien Wählerfraktion bewertet er als „vernünftig und durchdacht“.

Folgendes Vorgehen schlägt die FLU/FW vor:

1. Zustandsbeschreibung: Wie steht es konkret um den baulichen Zustand von Bahnhof-, Hertinger-, Massener- und Wasserstraße?

2. Kostenauflistung: Was hat die Stadt in den letzten fünf Jahren für Ausbesserungen und Instandhaltung ausgegeben, welcher Betrag ist für die nächsten Jahre zu erwarten?

3. Exakte Kostenermittlung folgender Sanierungsabschnitte und -alternativen:

a) Das Großpflaster im Mittelteil von Bahnhof- und Massener Straße wird aufgenommen und danach fachmännisch wieder neu verlegt mit möglichst schmalen Fugen.

b) Die Steine werden im obigen Bereich gegen neue getauscht.

c) Die komplette Bahnhofstraße (zwischen Klosterstraße und Markt) und die Massener Straße (zwischen Markt und Lindenplatz) bekommt neue Steine. (Kostenermittlung unterschiedlicher Steinqualitäten.)

d) Die Fugen des Großpflasters auf dem Marktplatz werden neu verfugt.

e) Das Pflaster auf Wasserstraße (zwischen Markt und unterem“ Krummfuß) und Hertinger Straße (zwischen Markt und Flügelstraße) wird aufgenommen und schmalfugig neu verlegt – oder bleibt liegen und wird füllend verfugt.

4. Die Stadt prüft Fördermöglichkeiten und Zuschüsse.

5. Kreative Konzepte zu möglichen Sponsoringmodellen werden erstellt – siehe evangelischer Kirchplatz: Spendenaktionen, freiwillige Kostenbeteiligung von Anliegern, Kauf von Steinflächen durch Bürger, Firmen und anderen Gruppen mit entsprechender Gravur oder Sponsorentafel am Rathaus.

 

„Nur noch wenige Unnaer bezweifeln die Notwendigkeit von Sanierungsmaßnahmen grundsätzlich“, glaubt FLU-Fraktionschef Klaus Göldner zu wisssen. „Tausende Unnaer, Besucher und Pendler frequentieren täglich diesen wichtigsten Bereich unserer Stadt.“ Bei den anstehenden Haushaltsberatungen müsse geklärt werden, welche Investition in den nächsten Jahren in Unna Vorrang genießen solle. „Und in diese Prioritätenfolge müssen wir auch die Fußgängerzone einordnen“, verlangt der FLU-Chef. Eine interfraktionelle Projektgruppe soll unter Leitung der Fachverwaltung ein „nachhaltiges, abschnittsweises Gestaltungskonzept“ erarbeiten.

 

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