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Flüchtlinge mit Spendenrädern mobiler machen: AWO wie Grüne finden: Das stärkt Integration und Akzeptanz

Spendenräder für Flüchtlinge sammeln, sie bei Bedarf in Stand setzen – gemeinsam mit Flüchtlingen – und die geflohenen Menschen auf diese Weise mobiler machen. Bei Unnas Grünen geht die Aktion bereits in die zweite Runde, die Radstationen der AWO in Lünen haben in dieser Woche die ersten 40 Gebrauchträder an Flüchtlinge übergeben.
„Wir helfen Flüchtlingen in den Sattel“ ist das Ergebnis der ersten Spendeaktion der Lüner Radstationen überschrieben. 40 rundum überholte Gebrauchträder übergaben Vertreter der Stadt und der Radstationen hier am Dienstag an Flüchtlinge, die in der Stadt untergebracht sind (Bild oben, Fotorechte liegen bei den Radstationen).
Lünens technischer BeigeordneterMatthias Buckesfeld wies darauf hin: Die Fahrrad-Aktion soll ein wichtiges Hemmnis der Integration beseitigen. „Als neue Bürger haben Flüchtlinge keinen Anspruch auf Sozialleistungen wie bspw. Tickets für den öffentlichen Nahverkehr“, erklärt er. „Damit sind sie nicht mobil. Wer aus den Krisengebieten dieser Welt in unsere Stadt geflohen ist, sollte neben einer menschenwürdigen Unterbringung die Chance bekommen, das neue Umfeld zu erkunden. So schaffen wir ganz nebenbei auch Möglichkeiten zur Begegnung. Diese wiederum fördert Integration, Akzeptanz und Verständnis“, erläutert Buckesfeld die Überlegung der Stadt, die ebenso die Unnaer Grünen zu ihren Flüchtlingsrad-Aktionen bewogen hat.
In Lünen machte das Rathaus selbst mobil. Im März bat die Stadt ihre Bürger, gebrauchte Räder für die Aktion zu spenden, die Wirtschaftsbetriebe holten sie ab. „Die Resonanz war groß“, erinnert Martin Buckesfeld. Die Räder wurden in den Lüner Radstationen rundum verkehrssicher gemacht. „Wir tragen gerne unseren Teil zu dieser besonderen Unterstützung der Flüchtlinge bei“, betont Wilfried Bartmann aus Unna (SPD) als Unterbezirksvorsitzender der AWO.
In Unna sind die Grünen für Flüchtlingsmobilität umtriebig. „Bisher haben wir 38 Geflüchtete glücklich machen können“, verkündet die Partei, „das dürfte etwa die halbe Miete für den aktuellen Flüchtlingsbedarf sein. Es geht also weiter!“

Flüchtlinge Spendenräder Grüne

Konzept der Unnaer Grünen: Flüchtlinge helfen selbst bei der Instandsetzung der für sie gespendeten Fahrräder mit. Nächste Woche läuft die nächste Spendenaktion. – Bildquelle: Grüne Unna

Als nächsten Übergabetermin haben die Grünen den 6. Juli, 15 Uhr, festgelegt. „Wir wollen jetzt immer die ersten Montage des Monats nehmen.“
Räder können jetzt wieder gespendet werden: Sie werden von Montag (22. Juni) bis Freitag, 26. 6., im SpontUN (Grüner Bürgertreff, Wasserstraße) oder bei LindenBau in der Massener Straße 13 abgegeben werden.“ Ihr beliebtes Repair-Café (Instandsetzen statt Wegschmeißen9 wollen die Grünen jetzt immer einen Tag nach dem Flüchtlings-Rad-Termin anbieten: „Dann können Nacharbeiten (inkl. Ersatzteilbeschaffung) zeitnah erfolgen und eventuell auch der/die eine oder andere Geflüchtete nachhaltiger inkludiert werden.“
Aus letzterem Grunde fänden es die Unnaer Grünen auch sehr schön, “ wenn Menschen, die an Flüchtlingsarbeit interessiert sind, vorbeischauen würden.“

 

Kommentare (7)

  • Heinz Müller via Facebook

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    Wer spendet für mich ein Rad, oder besser gleich ein Auto?

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    • Günther Klumpp via Facebook

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      Heinz: Bist Du auch ein Flüchtling ohne Geld und Anrecht auf ein Sozialticket, auch mittellos im fremden Land?

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    • Heinz Müller via Facebook

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      Muss ich das sein, ich dachte hier gibt es was zu verschenken :) wer also noch was übrig hat kann sich an mich wenden 😀 mal ehrlich, nehmt ihr das ernst? Es gibt auch genug Obdachlose/mittellose oder Menschen unter der Armutsgrenze, die hier schon viel länger eine Wohltat verdient hätten, aber die hochgelobte Moral zwingt echt dazu das Fremde zuerst zu betreuen. Liebe deinen Nächsten würden manche sagen. Ja dann lieb doch den nächsten, warum fängt jeder mit dem übernächsten an?!

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    • Heinz Müller via Facebook

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      Und auf die Frage zu antworten, ob ich denn fremd wäre in diesem Land. Ja, ich fühle mich mittlerweile fremd im eigene Land, sogar in Europa. Das sollte mal dem einem oder anderem zu denken geben.

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  • Rolf Simon via Facebook

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    Sollten erst eine Fahradpruefung machen, bevor sie sich auf den Strassen bewegen.

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  • Jessika

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    Seit wann haben die Flüchtlinge kein Geld ? Der deutsche Staat versorgt die Flüchtlinge ab dem ersten Tag mit Taschengeld.

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  • Sven Ewald via Facebook

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    Jetzt können die wieder zurück fahren in die heimat. Und tschüss.

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