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FLU kritisiert: Geld für Sicherheit an Unnas Schulen reicht längst nicht aus

Buchstäblich reihenweise sind Kriminelle in diesem Jahr in Unnaer Schulen eingebrochen; nicht wenige Schulen waren mehrfach betroffen, die Einbrecher suchten sowohl die weiterführenden Schulen Unnas heim wie auch die Grundschulen. Das Geld, welches im neuen Doppelhaushalt für Sicherheitsmaßnahmen bereit steht – 340.000 Euro – werde hinten und vorne nicht reichen, stellt die  Freie Liste Unna fest (FLU). Sie kritisiert scharf, dass der Stadt die Sicherheit an ihren Schulgebäuden nicht mehr Geld wert ist – obwohl sie selbst bereits die dreifache Summe für eine angemessene Sicherung ermittelt hat. Wieder wird es für die kommenden zwei Jahre keinen Gesamtmasterplan „Schulsicherheit“ geben. 

„Diebesgut und Einbruchsschäden haben sich auf erhebliche Summen addiert“, erinnert die FLU in ihrem Ursprungsantrag zum Doppelhaushalt 2017/18. „Hinzu kommen Schäden an Unnaer Schulen, die immer wieder durch Vandalismus entstehen.“ Eigentumsschutz sei in Deutschland zwar in erster Linie Aufgabe der Polizei, doch der Schulträger – in Unna „trägt“ die Stadt noch 16 Schulen – müsse „zur Gefahrenabwehr“ tätig werden.

Angemessene Gebäudesicherung und/oder Videoüberwachung an passenden Stellen könne durchaus Fallzahlen und Schäden verringern. „Ein erhöhtes Entdeckungsrisiko kann überdies potenzielle Täter abschrecken. Die äußerst geringe Aufklärungsquote kann gesteigert werden“, argumentiert FLU-Chef Klaus Göldner, pensionierter Polizeibeamter. Die FLU hatte hierzu am 19.06.2016 einen Antrag vorgelegt, über den noch nicht entschieden wurde (wir berichteten).

Die Verwaltung selbst, erinnert Göldner, habe aber bereits im Mai 2010 eine Kostenermittlung zur Sicherung der Unnaer Schulgebäude vor: Damals ging sie von einer Gesamtsumme von knapp 941.000 Euro aus. Die im Haushaltsplan fixierte Summe bis Ende 2018 sieht lediglich ein Drittel dieses Geldes vor. Wieder mal, bilanziert die FLU bitter, eine Chance vertan.

 

Kommentare (7)

  • fürst

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    Klaus Göldner (FLU) hat meine absolute Zustimmung.
    Die Kosten für zukünftig zu erwartende Folgeschäden dürften höher sein als die jetzt angesetzten Sicherungskosten.

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  • Rolf Beyer

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    Ist doch klar. Dem Bürgermeister reichen Peanuts für die Bürger, sie bekommen ein paar Bröckchen hingeworfen. Und sich selbst erhöht der Stadtrat die Gelder. Die Groko kassiert ein dickes Plus. Muss ja auch die Causa Risadelli bezahlen….. Und dann gibts im Rathaus noch ne Runde Beförderungen.

    Die Straßen dürfen ruhig bröckeln, Freizeiteinrichtungen droht das Aus, Grün darf wuchern oder Baumstümpfe das Stadtbild verschandeln, aber Hauptsache dem roten Filz im Rathaus geht es gut.

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    • luenne

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      volle zustimmung und leider passiert es in vielen anderen orten auch

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  • Helmut Brune

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    Da ich meine Informationen über das Geschehen im etwa 100 Kilometer entfernten Unna hauptsächlich über Rundblick – Unna bekomme, muß ich doch feststellen, daß es schon Erschreckend ist, wie viele Einbrüche, Autoaufbrüche u.s.w. es in Unna gibt. Seit Beginn der Adventszeit schon weit über 100 im Kreis. Von der Polizei liest man dann meist, daß sie der Situation fast Machtlos gegenüber steht. Der materielle Schaden wird wohl von den Versicherungen gedeckt werden aber der emotionelle Schaden der Betroffenen und das Gefühl der Unsicherheit ist nicht in Geld aus zu drücken. Außerdem werden die Betroffenen später wohl nochmal bestraft werden, wenn die Versicherunggesellschaften wegen der gestiegenen Anzahl der Fälle ihre Prämien erhöhen werden. Natürlich wird es nicht einfach sein, Objekte ausreichend zu sichern, weil Sicherheitsvorkehrungen, die Heute Up – to – Date sind, morgen schon wieder veraltet sein können. Wie auch immer, die Ausgaben für Sicherung öffentlicher Gebäude einfach auf ein Drittel des Urspünglich geplanten Betrages zu dezimieren, wirkt auch mich Plump und wenig Vorausschauend.

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  • Silvia Rinke

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    Kommentare auf Facebook:

    Silke Krüger es ist zum kotzen, das sowas überhaupt nötig ist, das es zu viele Menschen gibt, die nicht einmal Respekt vor Gebäuden der Allgemeinheit haben, aber das kommt dabei raus, wenn der Staat Weichei Bestrafung einführt und diese Menschen vor nichts mehr Angst haben brauchen, nicht mal vor Bestrafung. Das man aus Schulen schon einbruchsichere Gebäude machen muss. Das Geld wäre normalerweise in der Förderung und Bildung besser aufgehoben.

    Rundblick Unna (sia) Beim Gedanken daran, was man schon mit diesen (viel zu wenigen) 340.000 Euro hätte für die Bildung investieren können, blutet einem in der Tat das Herz, richtig, Silke Krüger. :-/

    Andreas Petzold Also wenn ich das richtig lese ist die gesamte Summe für 2 Jahre für 16 Schulen … also 10650€ pro Schule pro Jahr … was soll den mit dem „Taschengeld“ finanziert werden neue Türen … weil für mehr wird es ja nicht reichen

    Rundblick Unna (sia) Wenn das Geld pauschal/gerecht über alle Schulen verteilt würde, käme die Rechnung so hin, ja. Ob das so geschehen wird, ist bisher offen.

    Degirb Gnoleic :-( :-/

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  • Tobi

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    Vielleicht bekommt ja die Schule, dessen Schulleiter ein SPD Parteibuch hat und SPD Parteichef war, als erster was….. :-))) tataaaaa…..

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    • Silvia Rinke

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      Dann nennen wir diese Schule doch denn auch beim Namen, Tobi: das Pestalozzi-Gymnasium (PGU).

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