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Fixes Internet kreisweit: Land finanziert „Breitbandkoordinator“ mit 150.000 €

 

Das Ziel: schnelles Internet vorantreiben. 150.000 Euro bekam der Kreis im Herbst vom Land NRW – nicht für konkrete Ausbauprojekte, sondern zunächst mal, um die geplanten Ausbauaktiviäten zu koordinieren. Dazu hat zum 1. Mai ein neuer „Breitbandkoordinator“ seine Arbeit aufgenommen, angesiedelt beim Kreis Unna bzw. bei der Wirtschaftförderung Kreis Unna (WFG).

Friedhelm Bosse-Wyczisk  heißt er, wohnt in Dortmund und war bisher als selbstständiger Unternehmensberater für Telekommunikationslösungen tätig. Seine Stelle wird bis Ende 2019 aus den Fördemitteln finanziert.

„Vorrangige Aufgabe des neuen Breitbandkoordinators ist die Analyse, Planung und Vernetzung der Breitbandaktivitäten, um den marktgetriebenen Netzausbau voranzubringen oder Fördermittel dort einzuwerben, wo der Wettbewerb versagt“, erklärt WFG-Prokurist Christoph Gutzeit. Ziel sei es, den Glasfaserausbau als zukunftsweisende Technologie in den 10 Kommunen des Kreises zu forcieren.

Breitbandkoordinator Friedhelm Bosse-Wyczisk(1)

„Eine meiner Hauptaufgaben besteht darin, die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern, Synergieeffekte zu erkennen und zu nutzen“, erklärt Friedhelm Bosse-Wyczisk selbst seinen Aufgabenbereich. Der 61-Jährige fungiert laut WFG nicht nur als zentraler Ansprechpartner für die Kommunen, sondern steht auch Unternehmen, Versorgern und lokalen wie überregionalen Telekommunikationsanbietern für alle Fragestellungen rund um den Breitbandausbau im Kreis Unna zur Seite.

Mittel- bis langfristiges Ziel von Bosse-Wyczisk ist es zudem, die peripher gelegenen Gewerbegebiete des Kreises durch eine Hauptleitung (Backbone) an das schnelle Internet anzubinden.

Der neue Breitbandkoordinator ist per E-Mail: f.bosse-wyczisk@wfg-kreisunna.de oder unter der Rufnummer 02303 27-4390 zu erreichen.

Foto: WFG

Kommentare (5)

  • Helmut Brune

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    Wird aber auch Zeit, daß jedem über Glasfasernetze schnelles Internet zur Verfügung steht.

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  • frank

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    Da die telekom und andere schon kabel gelegt haben fehlt es an der subvetionierung der endkunden. Und bitte nicht wieder auf den mittelstamd konzentrieren.
    Am besten in schweden japan korea informieren.
    Die haben fast alle 100mbit und mehr aber nicht für ab 60€.
    Also bitte handeln nicht labern.
    24monate x 3000€netto = 72000€ brutto ca100000€
    Der rest fürs Büro strom und spesen.
    Tolle fördermittel
    Lieber 150 kinder ein laptop und lehrgänge bezahlen.
    Damit es auch Bürger gibt die das ach so schnelle netz gewinnbringend nutzen können .
    Aber mich fragt ja keiner

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  • Mike

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    Verschenktes Geld, keine Telekom oder Mitbewerber wird da investieren wo es sich nicht rentiert, da hilft auch kein Koordinator. Entweder der Staat bezahlt den Ausbau oder es wird nichts passieren.
    Wo sind eigentlich die Stadtwerke, in meiner FeWo in Holland habe ich seit über 10 Jahren Highspeed über das Stromnetz, und die Kabel liegen ja überall ?
    Andersrum, mit 5G Funknetzen die bald kommen, kann man auch sich nicht lohnende Gbeite erschließen.

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  • Markus Antonius

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    Dass es sich nur um einen Versorgungsposten handelt, dürfte jedem klar sein. Nach drei Jahren wird sich herausstellen: außer Spesen nix gewesen.
    Und was die lieben Stzadtwerke angeht: Fiber to the Home nur in Neubaugebieten in den Ostdörfern. Der beim zuständigen Partnerunternehmen Helinet arbeitende Orstvorsteher schweigt – ein weiterer Beleg für Genossenfilz. Und die Landbevölkerung in den Ostdörfern, immerhin die Stadtteile mit den höchsten Steueraufkommen und den niedrigsten Sozialausgaben, dürfen sich weiterhin mit archaischen 16 MBit begnügen.

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  • Burkhard

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    Die Stadtwerke und Helinet haben ja schon einiges an Glasfaserkabel verlegt, so auch bei uns in Massen. Das Hauptproblem wird aber immer die sogenannte letzte Meile sein, nämlich das Stück zwischen Verteilerkasten und Hausübergabepunkt. Dafür ist die Telekom als ehemaliger Monopolist zuständig und die haben offensichtlich kein Interesse, die Hausübergabe auf den aktuellen technischen Stand zu bringen. Bei uns ist es teilweise sogar so, das ein Hausübergabepunkt für drei Häuser herhalten muss.
    Und die letzte Meile ist in Kupfertechnik ausgeführt, wahrscheinlich stammen die Leitungen noch von der Deutschen Reichspost.

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