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Feuerwehreinsatz bei der Polizei Unna: „Flüssiges Speed“ suppte aus einem Karton

Öfter mal was anderes: Heute gab es mal einen Feuerwehreinsatz in der Polizeiwache. Der Grund war kein Brand im Gebäude an der Oberen Husemannstraße, sondern eine verdächtige auslaufende Flüssigkeit, die möglicherweise Gesundheitsgefahren hätte bergen können. Daher besser mal schleunigst die Experten von der Wehr herbeigerufen.

Eine Polizeibeamtin hatte zunächst in einem Asservatenraum (einen Raum, wo beschlagnahmte Gegenstände und Beweisstücke aufbewahrt werden) einen verdächtigen Geruch. Bei der Suche nach der Ursache stießen die Beamten auf einen Karton in einem Regal, aus dem eine Flüssigkeit heraussuppte. Der Karton enthielt ein Glasgefäß mit Amphetaminöl. Amphetamine sind Bestandteile euphorisierender Drogen – umgangssprachlich als Speed bekannt.

Gut ein halber Liter dieses Öls war bereits auf den Estrichboden gelaufen. Nach Rücksprache mit dem Landeskriminalamt alarmierten die Polizeibeamten die Feuerwehr, um mögliche Gesundheitsgefahren abzuwenden. Die Messungen der Feuerwehr vor Ort ergaben Beruhigendes. Von dem „flüssigen Speed“ ging keine Gefahr für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus, und Folgegefahren waren ebenfalls nicht zu befürchten.

Dennoch wurde die Staatsanwaltschaft wurde benachrichtigt, die die Vernichtung des Öls anordnete. Denn das Ermittlungsverfahren, in dessen Rahmen das Amphetaminöl sichergestellt worden war, ist ohnehin abgeschlossen ist.

Den verölten Estrichboden putzte abschließend gründlich eine Fachfirma.

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