Rundblick-Unna » Festnahme nach Anschlag auf BVB-Bus – Zweiter Tatverdächtiger aus Fröndenberg

Festnahme nach Anschlag auf BVB-Bus – Zweiter Tatverdächtiger aus Fröndenberg

Neben einem vorläufig festgenommenen IS-nahen Verdächtigen aus Wuppertal gibt es nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus auch einen Tatverdächtigen aus Fröndenberg. Er soll ein 28 jähriger Deutscher mit islamistischem Hintergrund sein. Laut Spiegel-Online überraschte die Polizei den Fröndenberger Abdullah al-Z. schlafend in seinem Bett, im Arm hielt er sein Kind. 

Für den in Wuppertal festgenommenen Iraker wurde Haftbefehl beantragt, der Fröndenberger wurde zunächst in Verwahrsam genommen.

In einer Pressekonferenz gab die Bundesanwaltschaft neue Informationen zum gestrigen Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund bekannt. Demnach hatten die drei Bomben eine hohe Sprengkraft von mehr als 100 Metern, zusätzlich wurden Metallspitzen darin verbaut.

„Ein Metallstift bohrte sich in eine Kopfstütze. Wir können vom Glück sagen, dass nicht mehr passiert ist“, so Frauke Köhler, Staatsanwältin beim BGH.

In einem Bekennerschreiben, das gleich in dreifacher Ausfertigung am Tatort gefunden wurde, forderten die Täter mit  den Abzug von Tornaods in Syrien und die Schließung der Airbase Ramstein.

Im Zuge der Ermittlungen gerieten zwei Männer mit islamistischem Hintergrund in den Fokus der Ermittler, Wohnungen wurden durchsucht, eine Person wurde vorerst festgenommen. Ein Haftbefehl wurde beantragt. Hierzu wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Auch zum zweiten Bekennerschreiben äußerte sich Köhler. Das Schreiben der Antifa wirft dem BVB vor, nicht genügend gegen die rechte Fan-Szene zu unternehmen. An der Echtheit des Schreibens gibt es jedoch erhebliche Zweifel, die Antifa veröffentlichte mittlerweile eine Stellungnahme.

Der Signal-Iduna-Park, so war indes aus Polizeikreisen zu hören, glich in der letzten Nacht einer Festung. Das Stadion wurde rund um die Uhr bewacht.

EIN WEITERER BERICHT VOM ABEND

 

 

Kommentare (8)

  • Helmut Brune

    |

    Vorsätzlich versuchter Mord müßte mit der Höchststrafe geahndet werden. Gut daß es relativ Glimpflich abgelaufen ist.

    Antworten

  • Lars Köhle

    |

    Ein Mord, auch ein versuchter, kann nur vorsätzlich begangen werden. Auch wird ein Mörder immer mit der Höchststrafe, nämlich „Lebenslang“ bestraft.

    Antworten

  • Redaktion Rundblick-Unna.de

    |

    Wir haben den Bericht aktualisiert. Es soll einen Verdächtigen aus Fröndenberg geben.

    Antworten

    • Helmut Brune

      |

      Mir wurde immer erzählt, daß Fröndenberger nette Leute sind.

      Antworten

      • Redaktion Rundblick-Unna.de

        |

        Schwarze Schafe grasen leider auf den idyllischsten Wiesen… :-/

        Antworten

        • Fredix

          |

          Bei den rätselhaften „Bekennerschreiben“ würde es mich nicht wundern, wenn es braune Schafe wären.

          Antworten

          • Redaktion Rundblick-Unna.de

            |

            Diese Möglichkeit (rechte Hooligans) wird ja ebenfalls in Erwägung gezogen, Fredix, nichts Genaues weiß man weiterhin nicht…

            Antworten

          • Dagobert

            |

            Der Festgenommene ist IS-Mitglied und war an Entführungen, Verschleppungen und Morden beteiligt.
            Vermutlich erklärt uns gleich wieder ein Schlauberger, dass daran nur irgendwelche Nazis aus Dortmund Schuld sind und dass mehr gegen Rechts gekämpft werden muss.

            Antworten

Kommentieren