Rundblick-Unna » Fällungen für bessere Aussicht: Bismarckturm-Verein bekommt Hilfe aus Unna

Fällungen für bessere Aussicht: Bismarckturm-Verein bekommt Hilfe aus Unna

Der Bismarckturm-Verein Fröndenberg kämpft mit Wildwuchs am Aussichtsturm auf der Stadtgrenze zu Unna. Jetzt bekommt er aus  Unna politische Unterstützung.
Ratsherr Christoph Tetzner (fraktions- und parteilos) hat sich des Wunsches des Vereins angenommen und einen Antrag an den Bürgermeister verfasst. Denn das Grundstück des Turms an der Hubert-Biernat-Straße liegt zwar auf Fröndenberger Territorium, gehört aber der Kreisstadt Unna; daher greift die Unnaer Baumschutzsatzung.
In seinem Antrag bittet Tetzner darum, dass der Unnaer Stadtrat dem Wunsch des Vereins folgt und eine „Fällgenehmigung für den Wildwuchs innerhalb der Hecke und eine Genehmigung zum Einkürzen der Baumspitzen“ erteilt. „Dann hat man vom Turm künftig eine freie Sicht; schließlich wird der Turm als Aussichtsturm genutzt.“
Zudem solle der Rat eine Fällgenehmigung beim Kreis Unna für einen Alleebaum in nördlicher Richtung erwirken. Denn dieser besagte Baum versperre den Blick ins Münsterland.
„Für all diese Maßnahmen wäre der Verein bereit, entsprechende Ersatzpflanzungen vorzunehmen“, versichert Christoph Tetzner. Er bitte daher den Rat, „für den Verein einen wohlwollenden Beschluss zu fassen“. Immerhin habe Unnas Stadtrat in der Vergangenheit stets versucht, im Rahmen der Möglichkeiten bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen. Ein Beispiel dafür sei die Fugensanierung am Bismarckturm, die laut Planung im Zeitraum von 2017 bis 2020 durchs Immobilienmanagement avisiert sei.
SPD-Ratsherr Lütkefent aus Fröndenberg will den Antrag seinerseits unterstützend in Fröndenberg stellen.
Der Verein
Mehr als 50 ehrenamtliche Türmer sorgen für regelmäßige Öffnungszeiten während der Sommersaison.
Öffnungzeiten:
jeden Sonntag und Feiertag von Anfang April bis Ende September
von 11.00 – 15.00 Uhr.
Gruppenführungen sind ganzjährig möglich, auch außerhalb der Sommeröffnungszeiten.

Bismarckturm Baum II

Kommentare (10)

  • Helmut Brune

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    Das kann man von zwei Seiten sehen. Einerseits kann man nicht einfach Bäume fällen, weil sie aus welchem Grund auch immer, im Wege stehen. Andererseits ist de Bismarckturm ein Wahrzeichen, was man nicht einfach zu wachsen lassen kann. Wenn der zuwächst, wird er an Bedeutung verlieren und letztendlich vergammeln. Hier gilt es, eine vernünftige Lösung zu finden.

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    • Horn, Ursula

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      Ich bin auch für die vernünftige Lösung. Der herrlich grünende Baum muß bleiben. Dem Foto gibt er Farbe und stört keinesfalls, den Menschen Sauerstoff und die Möglichkeit den Ausblick an ihm vorbei zu genießen, Dass der Baum den Bismarckturm zugewachsen hat, werden die jetzigen Besucher nicht mehr erleben. Der Baum ist ein Wahrzeichen der Natur und wichtiger als alle bisher genannten Gründe ist seine Erhaltung.

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      • Redaktion Rundblick-Unna.de

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        … das Votum für den Baum ist bisher erschlagend eindeutig – wir werden einen entsprechenden Folgebericht verfassen, auch Ihnen vielen Dank, Frau Horn!

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Was ist euch wichtiger: Baum oder Aussicht? Das fragten wir auf Facebook!
    Hier die bisherigen Antworten (bis 21 Uhr):

    Margarethe Strathoff Der Baum ist länger dort und macht die Aussicht erst recht schön 😀… warum fällen? UNglaublich!! Der Baum selbstverständlich!!

    Christoph Tetzner Der Baum wird nicht länger dort sein, Maggi! 😜 der Turm stammt aus dem 19. Jahrhundert…

    Rundblick Unna … DAS schwebte mir auch gerade durchs Hirn – ABER, Christoph Tetzner, der Baum war mit Sicherheit länger da als der Aussichtsturmkletterer von 2017 ;-))

    Christoph Tetzner
    👍🏻👍🏻👍🏻

    Marcus Stadel LÄCHERLICH, der Baum ist doch schön. Muss als Aussicht reichen.

    Susanne Nordhaus der baum,,,,absolut

    Nedjat Azemi freie aussicht

    Arndt Schulte Baum ganz klar

    Matthias Polzin
    Der Baum

    Regina Ri
    der Baum

    Susanne Appelstiel Der Baum, obwohl er schon stört auf dem Foto 😂

    Kim Demko Der Baum!

    Silvia Rinke So, ich mach auch mal mit – Aussicht auf BAUM!

    Rundblick Unna Danke fürs eifrige Mitvoten! Bisher stehen die Aussichten schlecht für die Aussicht… 😉

    Nedjat Azemi kann man wohl nix machen …xd

    Rundblick Unna Mach mal deine Mitaussichtsfans mobil :-))

    Nedjat Azemi der baum hat ja auch seine guten seiten …spendet schatten und wenn man sich einsam fühlt kann man ihn umarmen ..

    Rundblick Unna HACH wie poetisch… ja, Bäume leben und atmen Spiritualität!
    Nedjat Azemi ja wenn ich will kann ich das auch sein ..xd

    Rundblick Unna
    Unsere Leser sind immer wieder für Überraschungen gut 😉

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    • Tetzlaff

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      Der Baum muss bleiben soviel Besucher hat der Turm nicht, ausser an Silvester und da schauen alle in den Himmel!!!!

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    • Horn

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      Der Baum lebt und spendet Schatten und Sauerstoff, je älter er ist umso mehr. Eine Ersatzpflanzung kann ihn nicht ersetzen. In Unna beobachte ich seit die Baumschutzsatzung weggefallen ist massenhaft ein Baumsterben. Ich würde und werde um jeden Baum kämpfen. Von einem alten Turm die Aussicht genießen zu wollen, darf nicht dazu führen, die Natur zu schädigen.

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  • Christine

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    Ich bin natürlich für meinen Freund den Baum. Man kann doch auch daneben oder drum herum die Aussicht genießen.
    Seit dem das Bäume fällen frei gegeben wurde nimmt das Überhand. Bei uns wurde ein alter Ahorn gefällt weil er im Herbst zu viel Laub verlor und ein Nachbar meinte der sei Morsch. Nun das Lustige : auf der Wiese wachsen jetzt viele kleine Ahornableger. Hihi jetzt gibt es viele Bäume wenn die hoffentlich schon Wurzeln gebildet haben

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      :-) Bäume sind pfiffig!

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  • M.B.

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    Der Bau dieses Bismarckturmes wurde im 19. Jhr. begonnen und er wurde 1900 eingeweiht.
    Meine Luftaufnahme von März ’45 zeigt dort bereits Alleebäume, die aber, vom Schattenwurf her geschätzt, niedriger als der Turm waren.
    Ob sie nun älter sind oder nicht, ist für mich nicht wichtig. Hätten sie die Aussicht eingeschränkt, wären sie beschnitten oder entfernt worden.
    Die Bismarcktürme stellen eigentlich Gedenkstellen für den Reichskanzler Bismarck dar. Sie hatten die Funktion einer Feuersäule.
    Von der Studentenschaft initiiert und von Spenden der Bürger bezahlt.
    Man möge das mal in die heutige Zeit übertragen: Wieviel würde denn für Merkel oder Gauck zusammenkommen? Von der Summe könnte man dann wohl keine Feuersäule ala Bismarckturm bauen.
    Vielleicht reicht es für nen Einweggrill…
    Also: In diesen Türmen steckt viel Herzblut unserer Großeltern und Urgroßeltern und ich halte es für selbstverständlich, daß man diese Türme erhält. Dies wiederrum ist nur möglich, wenn sie heutzutage einen Daseinszweck über die Denkmalfunktion hinaus besitzen. Und ein Aussichtsturm auf der höchsten Erhebung des Haarstranges braucht eben eine freie Aussicht.
    Bei den ganzen sinnfreien Baumfällaktionen des letzten Monats soll jetzt ausgerechnet auf die vermutlich einzige sinnvolle Fällung verzichtet werden?
    Zumal ich dem Bismarckturmverein zutraue, eine ordentliche Nachpflanzung vorzunehmen, rekrutiert sich dieser Verein doch, soweit mir persönlich bekannt, aus Menschen, denen die Natur und ihre Heimat am Herzen liegen.
    Man könnte die Nachpflanzung sogar an gleicher Stelle vornehmen, damit der Baumabstand gewahrt bleibt.

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  • M.B.

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    Aber manchmal passiert es ja auch, daß bei einem Unwetter mit Gewitter ein sogenannter „Kugelkettensägenblitz“ in Bäume einschlägt. Diese Sonderform des Kugelblitzes ist an einer relativ sauberen Schnittkante der Einschlagstelle zu erkennen, die nur wenige Brandspuren aufweist und auch nur durch Spezialisten von einer normalen Fällung zu unterscheiden ist!

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