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Es werde Licht: Unna schob wieder eine Extraschicht

DSC_1590Im sanften Nieselregen flanierten die Besucher am „Lichtweg durch Europa“ vorbei an künstlerischen und musikalischen Stationen und hin zu den „Herbergen“ auf dem Westfriedhof: einer berührenden Installation aus Klang und Licht, voller Poesie und in märchenhafte Stimmung getaucht.
Die ausschließlich reinweißen Häuschen, die sich pittoresk über den alten Friedhof und den Platz der Kulturen versprenkelten, waren das Werk des Eifeler Lichtkünstlers Günther J. Schaefers. Dazu ergänzend konnten die Extraschicht-Besucher in dieser (leider ziemlich feuchten) Nacht der Industriekultur das Lichtkunstzentrum frei erkunden und sich – begrenzt natürlich nur bis zum Einbruch der Dunkelheit, die dank des Regenwetters ziemlich früh hereinbrach – von James Turrells Dämmerungsillumination „Third Breath“ umfangen lassen.
Gleich an zwei Ankerpunkten war Unna bei der Extraschicht durch Frauke und Dietmar Nowodworski vertreten. In der Lindenbrauerei präsentierte das Paar seine Ausstellung „mixed media Paris-Brüssel-London-Moskau-Berlin etc.“, im Manufactum auf Zeche Waltrop hingegen war „material in motion“ zu sehen – die Bewegung der Dinge. Alltagsgegenstände und moderne Materialien werden zu beweglichen Skulpturen kreiert, die mit Witz und Poesie dazu auffordern: Guck mich an! Deftiger ging´s da schon beim Live-Brauen in der Lindenbrauerei zu, flankiert von Führungen zu Historie und Brauwesen. Das musikalische Rahmenprogramm teilten sich mit flotten Rhythmen „Sugar Boy and the Sinners“ und Tilla Grünspan. (sia)

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