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Erster nationaler Integrationspreis geht an Altena (MK)

Die Kleinstadt Altena im benachbarten Märkischen Kreis bekommt den erstmals ausgelobten „Nationalen Integrationspreis“ der Bundeskanzlerin. Ausgezeichnet wird die 17.300 Einwohner-Stadt für ihr Leitbild „Vom Flüchtling zum Altenaer Mitbürger“. Kanzlerin Merkel wird den Preis in einer Feierstunde in Berlin am kommenden Mittwoch (17. Mai 2017) erstmals verleihen.

In der Begründung der Jury heißt es, dass sich Altena „in beispielgebender Weise um die Integration von Migrantinnen und Migranten in unsere Gesellschaft verdient macht“. Unter dem Leitbild „Vom Flüchtling zum Altenaer Mitbürger“ bündele die Stadt in enger Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen vorbildlich zahlreiche wirksame Instrumente. Dazu zählten  dezentrale Unterbringung in normalen Wohnungen, Sprachvermittlung mit Hilfe von ehrenamtlichen Sprachlehrern, ein „Kümmerer“ pro Flüchtlingsfamilie, Kleiderkammer, Café International, Begegnungszentrum.

Bereits 2015 hatte Altena bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt: Die Stadt nahm freiwillig 100 Asylbewerber mehr auf als vorgeschrieben.

Die von Merkel berufene Jury besteht aus der Berliner Integrationsforscherin Naika Foroutan, dem Autor Ahmad Mansour, dem Schauspieler Elyas M’Barek, der langjährigen Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth sowie dem früheren Chef der Arbeitsagentur und des Bundesmigrationsamtes (BAMF), Frank-Jürgen Weise, der zugleich Jury-Vorsitzender ist.

Die Altenaner selbst diskutieren ihre  Auszeichnung in den sozialen Medien lebhaft und kontrovers. Viele freuen sich und begrüßen das Engagement der Ehrenamtlichen in ihrer Stadt, andere kritisieren den Integrationspreis als Augenwischerei bis „Verdummung“.

www.nationaler-integrationspreis.de

 

 

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

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    Sicherlich verdient Altena eine Auszeichnung. Bei dieser jedoch, schließe ich mich auch eher der Kritik von Augenwischerei bis Verdummung an.

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    • Wunderlich

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      Verstehe ich nicht. Warum?

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