Rundblick-Unna » Erste elf Flüchtlinge auf früherem KZ-Gelände in Schwerte eingezogen

Erste elf Flüchtlinge auf früherem KZ-Gelände in Schwerte eingezogen

Schwertes Bürgermeister hat sich entschieden jedwede Einmischung in die städtische Flüchtlingspolitik verbeten und unverzüglich Tatsachen geschaffen. Drei Tage nach Heinrich Böckelührs öffentlicher Verteidigung der Flüchtlingsunterbringung auf einem früheren KZ-Gelände sind am Montag die ersten Flüchtlinge in die Unterkunft eingezogen: Menschen aus Ägypten, Guinea, Marokko und Bangladesch. Sobald die übrigen Zimmer möbliert sind, sollen die restlichen Flüchtlinge einziehen; insgesamt 21 sind für das Gebäude in Schwerte-Ost vorgesehen

Das Haus steht auf dem Areal einer früheren Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald (unser Bild zeigt das Eingangstor), wurde aber erst in den 50er Jahren gebaut. Von daher verwahrte sich der CDU-Bürgermeister in einer bundesweit beachteten Pressekonferenz gegen den – deutschland- und sogar europaweiten –  „Aufschrei des Entsetzens“, den die Pläne der Ruhrstadt augelöst hatten. In unseren Kommentaren auf Rundblick und den verlinkten Facebookseiten stellten sich alle Leser teils mit Vehemenz hinter die Entscheidung der Schwerter. Hingegen versuchte auf politischer Seite selbst NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) persönlich Einfluss zu nehmen und die Stadt umzustimmen. Was was Bürgermeister Böckelühr aber energisch zurückgewiesen hatte.

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