Rundblick-Unna » Wallraser-Kontrollen: 101 km/h statt 50 im 180-PS-Fiat – „Tagespreis“ für Unnaer (21): Betrunken, noch nie einen Führerschein, Drogen im Auto

Wallraser-Kontrollen: 101 km/h statt 50 im 180-PS-Fiat – „Tagespreis“ für Unnaer (21): Betrunken, noch nie einen Führerschein, Drogen im Auto

Der Spitzenraser heizte mit 101 statt 50 km/h über den Wall – doch „der ,Tagespreis´, verkünden die Verkehrskontrolleure der Dortmunder Polizei, „geht an einen 21-jährigen Unnaer.“ Warum? „Er wäre wohl an diesem Abend besser nicht in sein Auto gestiegen.“ Die Rede ist von Samstagabend. Da kontrollierte die Polizei zum zweiten Mal in diesem Jahr konzertiert die sogenannte Tuningszene am Dortmunder Wall.

Tja, und dabei zogen die Beamten eben auch jenen 21Jährigen aus Unna aus dem Verkehr. 15 km/h zu schnell war mit a) noch das kleinste Übel. Er war b) nicht im Besitz eines Führerscheins – hatte nie einen besessen -, c) er war betrunken – eine Blutprobe wurde angeordnet -, und d) zu guter Letzt wurden in seinem Auto noch Drogen gefunden. „Das setzte dem gesamten Vorgang das I-Tüpfelchen auf…“, schließt die Polizei ihre Notiz und fügt hinzu – eigentlich überflüssig: „Für den Nachhauseweg musste sich der Unnaer ein anderes Verkehrsmittel suchen.“

Bei den umfangreichen Kontrollen im Bereich des Dortmunder Walls standen wie vor vier Wochen technische Veränderungen an Fahrzeugen im Focus, aber auch die Geschwindigkeit.

Drei Autofahrer schafften es, besonders negativ aus der Masse herauszustechen. Mehr als doppelt so schnell als erlaubt, mit satten 101 Sachen, raste ein 23-Jähriger Mann aus Kierspe in die Tempokontrolle. Sehr dumm gelaufen. Schier unglaublich die Dreistheit des jungen Rasers. Er schien sich im Gespräch mit den Beamten nicht nur keiner Schuld bewusst zu sein – nein, er prahlte noch mit den 180 (!) PS seines Fiats. „Die wird er nach dieser Fahrt dann erst einmal nicht mehr ausnutzen können“, kommentiert die Polizei diese Frechheit cool. „Ihn erwartet unter anderem ein mehrmonatiges Fahrverbot.“

„Nur“ 24 Stundenkilometer zu schnell war ein 20-jähriger VW-Fahrer aus Schwerte auf dem Ostwall. Allerdings blieb es nicht bei diesem Geschwindigkeitsverstoß. Denn der junge Mann ging den Beamten doch glatt ein zweites Mal in die (Radar-) Falle. Wenige Meter weiter, auf dem Burgwall, wurde er erneut mit 21 km/h zu viel geblitzt.

Der „Tagespreis“ jedoch ging, wie gesagt, an jenen 21-jährigen Unnaer…. kein Ruhmesblatt für die Kreisstadt…

Insgesamt schrieb die Polizei Dortmund zwischen Samstag, 20 Uhr, und Sonntag, 4 Uhr, neun Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen und verhängte 44 Verwarngelder wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit. Hinzu kamen acht Ordnungswidrigkeiten und 22 Verwarngelder wegen sonstiger Verstöße – sowie die Anzeige aufgrund des Verkehrsvergehens des Mannes aus Unna.

Kommentare (3)

  • Helmut Brune

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    Angeberei bringt halt nichts.

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  • Pa Rsh via Facebook

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  • Sascha Krieg

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    Doofheit muss eben Bestraft werden.Solche Leute Fordern dies doch schlichtweg heraus!

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