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Entwarnung für Eissporthalle – Kulturarbeit auf gutem Weg

Grob gerechnet 160 000 Euro, um die Eissporthalle zunächst mal wieder fit zu machen, plus etwa 30 000 Euro zusätzlich jedes Jahr für die Kultur. Diese beiden Ausgabenposten, deren Höhe nach einer ersten Kalkulation der Stadt und des Kultur-Lenkungskreises jetzt feststeht, werden laut SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann mit dem Haushaltssicherungskonzept durchaus zu vereinbaren sein.
Wie berichtet, hatte sich Kämmerer Karl-Gustav Mölle am Dienstag zur Ausgabensperre entschlossen, weil die Gewerbesteuereinnahmen im zweiten Halbjahr massiv eingebrochen sind: Sofern sich der Trend verfestigt, fehlen Ende dieses Jahres gut vier Millionen Euro in der Unnaer Stadtkasse.
„Haushaltssperre“ bedeutet nun aber nicht gleich, verdeutlicht Hoffmann, dass Unna geknebelt und gefesselt ist und jetzt keinen einzigen Cent mehr ausgeben darf. Sowohl das Kulturzentrum Lindenbrauerei wie auch die Eissporthalle zählen zu den „bestehenden Aufgaben“ der Stadt, und im Besonderen sieht Michael Hoffmann die Stadt in der Pflicht, sich „mit besonderem Wohlwollen“ für den Erhalt des Kufenparadieses zu engagieren: Die Eishalle am Bergenkamp hat für den SPD-Vorsitzenden den Status des „größten und wichtigsten Jugendzentrums Unnas“. Zum festgestellten Sanierungsbedarf, den die Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) mit ca. 160 000 beziffern, sagt Hoffmann: „Das Thema Eissporthalle sehen wir entspannt.“
Entspannter als noch vor den Ferien stellt sich auch die Lage an der Kulturfront dar: Sofern die Lindenbrauerei intelligent mit dem Kulturbereich der Stadt und der Stadthalle kooperiert und weitere Synergien nutzt, können dadurch etwa 30 000 Euro jährlich eingespart werden, berichtet Michael Hoffmann aus dem „Lenkungskreis“, der sich mit der finanziellen und strukturellen Zukunft des Unnaer Kulturangebotes befasst. Vertreter der Politik (SPD, CDU, Grüne) und Kulturverantwortliche bilden dieses Gremium, das auch in Zukunft regelmäßig weitertagen wird. Dies beschloss die Runde am Dienstag gegen die Stimmen der Grünen. (Silvia Rinke)

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