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Enttäuschte Versprechungen – Indische Flüchtlinge in Selm in Hungerstreik

Container statt Wohnungen, fertiges Essen statt selbst kochen zu können. Und kein Sikh-Tempel weit und breit. Diese Realitäten im Containerdorf Selm (frühere Diskothek an der Industriestraße) hat 10 Flüchtlinge aus Indien derart enttäuscht und frustriert, dass sie in den Hungerstreik getreten sind.

Darüber berichten die Selmer Ruhr Nachrichten, denen die indischen Männer eine Kopie des handschriftlichen Briefs zukommen ließen, den sie an die Stadt Selm schickten. Auf Englisch verfasst, richtet sich der Brief an die „Stadt mit Freiraum“.

Darin schildern die 10 Flüchtlinge ihr Anliegen und ihren Frust wie folgt:

Ein halbes Jahr hätten sie bereits in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Leverkusen gelebt, untergebracht in Containern. Keine Möglichkeit, sich indisches Essen zuzubereiten. „In Selm sollte alles besser werden, „und jetzt sind hier wieder Container und keine vernünftigen Häuser““, schildern die RN die Beweggründe der Inder. „Sie könnten kein Brot mehr sehen, schreiben sie und möchten endlich selbst kochen.“

Der Selmer Arbeitskreis Asyl betont, genau davor (unter anderem) die Stadt gewarnt zu haben, als sie das Containerdorf Ende April in Betrieb nahm. Die Möglichkeit, selbst zu kochen, sei vielen Flüchtlingen enorm wichtig. Im Containerdorf sorgt hingegen die Firma Kanne fürs Catering.

Bürgermeister Mario Löhr äußerte sich nach einem Besuch bei den Flüchtlingen am Sonntagmorgen verständnisvoll. Man habe ihnen in Leverkusen „unhaltbare Versprechungen gemacht“. Er wolle das Gespräch mit ihnen fortsetzen. Die Inder möchten, wenn keine Abhilfe möglich ist, lieber wieder nach Leverkusen.

Nach einer kurzen Unterbrechung ihres Hungertstreiks haben die 10 Männer das Essen und Trinken heute wieder eingestellt. Sie schlafen nicht in ihren Containern, sondern draußen unter freiem Himmel. Die Männer haben zwischenzeitig sowohl den Vorschlag der Stadt abgelehnt, sie per Bus (unter Kostenanteil) zum Sikh Tempel nach Hamm-Uentrop zu bringen, als auch das Angebot, gezielt auf ihre Essenswünsche einzugehen. 

UPDATE Mittwoch, 17. 5.:  Die Stadt Selm konnte die Inder davon überzeugen, den Hungerstreik zu beenden. Jetzt wird der Caterer, der die Flüchtlingseinrichtung versorgt, ab und zu indische Mahlzeiten zubereiten. In Kochkursen dürfen die Inder einmal pro Woche selbst kochen. Quelle: WDR.

NOTUNTERKUNFT CONTAINERDORF SELM

Das Übergangsheim an der Industriestraße (frühere Diskothek Skylab), in das in der Woche nach Ostern die ersten Bewohner einzogen, bietet für 200 Menschen Platz. Bis zu 5 Flüchtlinge sollen in einem Doppelcontainer wohnen, Familien werden zusammen untergebracht. Pro Woche werden in Selm derzeit 20 neue Flüchtlinge erwartet.

Die Firma Kanne kümmert sich um die Verpflegung der Bewohner, bietet 3 Mahlzeiten pro Tag und zusätzlich Snacks. „Wir sind sicher, dass wir den Menschen damit einen guten Start in Deutschland ermöglichen“, äußerte sich Bürgermeister Mario Löhr kurz vor der Eröffnung zuversichtlich. Nicht jeder Flüchtling werde sich sofort gut zurecht finden und selbst kochen können. Die Flüchtlinge mit Bleibeperspektive wolle man schnell in Wohnungen vermitteln.

Die Betreuung der Flüchtlinge  übernimmt das DRK – rund um die Uhr an 7 Tagen pro Woche.  Jede Woche gibt es  30 Angebote zur Freizeitgestaltung, von Sport über Sprachkurse bis zu Werkangeboten.

 

Kommentare (17)

  • Helmut Brune

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    Da frage ich mich doch so langsam: Wieso kommen Menschen aus aller Herren Länder nach Deutschland und sind dann auch noch Enttäuscht, wenn es hier nicht ihren Gewohnheiten entspricht? Ich habe den Eindruck, daß die Leute denken, daß hier das Schlaraffenland ist.

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  • Dagobert

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    Warum gibt es von Bürgermeister Mario Löhr nur Verständnis und keine konstruktiven Lösungen ? Ich kenne einen Ort, wo es indische Häuser, indische Küchen, indisches Essen und sogar indische Inder gibt: Warum gehen diese Inder nicht zurück nach Indien, wenn Sie hier nicht glücklich sind ? Oder einfacher: Warum schickt Bürgermeister Löhr die Herrschaften nicht wieder nach Hause ?

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Wie soll bitte ein Bürgermeister zugewiesene Flüchtlinge „nach Hause schicken“?! Also manchmal…

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      • Dagobert

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        • Redaktion Rundblick-Unna.de

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          Es ging mir um das „nach Hause“, Dagobert. Sprich: Nach INDIEN. Nicht um Protestnoten in Form von Inlandsverschickungen. Die verlinkte Geschichte ist bekannt.

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        • Dagobert

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          Dann ganz im Ernst: Die Anerkennungsquote für indische Asylbewerber liegt im einstelligen Bereich, Abschiebungen werden von Indien behindert, obwohl kein Recht auf Asyl in Deutschland besteht. Wurde den Asylbewerbern denn schon Asyl gewährt ? Wäre eine Rückführung nicht wesentlich sinnvoller, wenn kein Recht auf Asyl besteht ? Wäre es in diesem Fall nicht sinnvoller, nach INDIEN zurückzuschicken anstatt Häuser und Küchen zu bauen? Offensichtlich denkt aber keiner (inklusive Bürgermeister) daran.

          Ich kann im Artikel leider auch nicht erkennen, welcher beruflichen Tätigkeit die Herrschaften nachgehen möchten, um den Hausbau zu finanzieren. Oder sollen die Häuser und Küchen vom Steuerzahler bezahlt werden, selbst wenn kein Recht auf Asyl bestehen würde !? Also manchmal…… 😉

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          • Redaktion Rundblick-Unna.de

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            Der von dir noch einmal zitierte Stoßseufzer bezog sich ausschließlich auf den Vorschlag, Selms Bürgermeister möge die 10 Männer höchstselbst in den Flieger setzen und am besten noch auf Kosten der Selmer Stadtkasse nach Indien zurückschicken, Dagobert. Das dürfte aber nun sattsam ausdiskutiert sein. Es geht mitnichtne um die Frage von Asylgründen indischer Staatsbürger. So, in diesem Sinne.

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  • fürst

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    Ich habe für die Wünsche der indischen Flüchtlinge volles Verständnis.
    Und das meine ich ganz ehrlich.
    Denn diese Volksgruppe fällt so gut wie gar nicht unangenehm, nicht kriminell auf.
    Da sind Hilfen und Helfer angesagt!
    Das Catering ist doch nur Geschäftemacherei.

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  • Willy

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    Ich finde es unhaltbar, dass der Haus und Tempelbau derart langsam voran geht.

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    • Helmut Schulze

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      sag mal Willy,laüfst du überhaupt noch rund?? unsere Deutschen Leute können kaum Ihre Wohnungen bezahlen und der Überwiegende
      Teil unserer Rentner leben unter der Armutsgrenze,sie sind mir wiederlich,für uns Christen werden Kirchen geschlossen und nicht genügend Wohnraum für Deutsche gebaut,fakt ist wir können niemanden mehr aufnehmen,die Kapazitäten sind ausgeschöpft,begreif das endlich mal mein lieber Willi ansonsten sinkt Deutschland in den Keller und du auch oder du gehst nach Indien oder Syrien oder türkei,weiß nicht ob du da willkommen sein wirst da können sie ja für dich ein Haus und eine Kirche bauen

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Kommentierungen auf Facebook

    Helmut Brune Da frage ich mich doch so langsam: Wieso kommen Menschen aus aller Herren Länder nach Deutschland und sind dann auch noch Enttäuscht, wenn es hier nicht ihren Gewohnheiten entspricht? Ich habe den Eindruck, daß die Leute denken, daß hier das Schlaraffenland ist.

    Rundblick Unna
    Man hat ihnen, so der Selmer Bürgermeister, „unhaltbare Versprechungen“ gemacht.

    Brigitte Habermann Und wir alle sollen auch glauben, daß hier das Schlaraffenland ist und deshalb schön den Mund halten und brav sein!

    Marlies Ziegler Indische Flüchtlinge ??????? Über Syrien gekommen ??? Oder ist in Indien auch Krieg ??? Hab ich wohl verpasst.

    Stephan Assmus stellt euch lieber die Frage. Was veranlast einen Menschen seine Heimat zu verlassen, sich auf einen Weg von tausende von Kilometer zu machen, um zu versuchen in einem neuen Land, einer fremden Kultur neu anzufangen. Ja auch du Helmut hattest mal einen Grund dein Heimatland zu verlassen. Sei es wegen Beruf, Familie oder sonstiges. Bei den Indern war es ja nur halt Perspektivlosigkeit, falsche Kastenzugehörigkeit, Zukunftangst, Kinderreiche Familie die ernährt werden muss oder eine sonstige Kleinigkeit. Hört ihr euch eigentlich selber noch zu?

    Stephan Assmus Kleiner Nachtrag: euch ist bekannt das z.B Coke Cola in Indien ein Werk betreibt, welches dafür sorgt das die umliegenden Bauern leider kein Wasser mehr haben um ihre Felder zu bestellen. Dazu kommt noch das die Produktion dieses Getränk immer noch billiger produziert werden kann, obwohl es in Indien abgefüllt werden muss. Mit LKW zum nächsten Seehafen transportiert wird. Dort auf einen Frachter geladen wird, um den halben Erdball transportiert wird und hier an der Tanke die Flasche 0,5 immernoch für einen Euro zu erwerben ist. Wie schafft Coke dieses wohl???? mh. Nur ein Beispiel, Textil, Phama, Automobilindustrie und noch einige andere Konzerne sind auch immer gerne in diesem Teil der Welt aktiv. Darf ja hier bei uns auch nicht viel kosten. Da kann der kleine Ranschid mal ab 10 Jahre ruhig Stoffe färben gehen.

    Stephan Assmus Helmut und Brigitte. Einfach mal hinterfragen warum diese Sozialschmarotzer es sich erdreisten ein paar Krümmel von Kuchen haben zu wollen.

    Juliane Gräbe Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass hier irgendjemand Kinderarbeit oder die super gefährlichen Fabriken in diesen Ländern super findet. 10 Inder in Selm sind bei dem ganzen Dilemma auch das kleinste Problem. Die Zustände in den europäischen Ländern sind für Flüchtlinge katastrophal. Ebenso fühlt sich dadurch auch ein Teil der Gesellschaft gestört (Müll,Lautstärke,usw.) Es ist bei weitem kein humanitäres Handeln der Politik in diesem Land. Es ist fahrlässig was hier passiert…für alle Beteiligten!

    Helmut Brune Rundblick Unna Das müssen dann doch Hohlköpfe sein, die solche Versprechungen machen.

    Stephan Assmus Juliane Gräbe wollte auch nicht sagen das hier einer Kinderarbeit billigt, sondern nur darauf hinweisen, das es einen Grund gibt warum diese Menschen ihr Heimatland verlassen.

    Helmut Brune Stephan Assmus Da hast du Recht, Stephan. Ich habe mein damaliges Heimatland auch verlassen und zwar nicht aus politischen- oder wirtschaftlichen Motiven, sondern wegen der Liebe. Zu der Zeit gab es auch noch nicht die Probleme, weswegen Menschen ihrem Heimatland entfliehen. Eins kann ich jedoch versichern, wenn ich nicht mein Bestes gegeben hätte um mich meiner neuen Umwelt an zu passen, wäre alles viel Schwieriger verlaufen. Meine persönliche Meinung ist, und das ist kein offizielles Statement, daß es niemandem wirklich hilft, wenn man nur Flüchtlinge in Europa aufnehmen will. Irgendwann ist auch Europa Voll. Was nach meiner Einsicht helfen würde ist, daß alle Schmarotzer der westlichen Welt dazu gezwungen würden, ihre Milliarden, oder wenigstens einen Teil davon, zu investieren in den Wiederaufbau der Länder, die jetzt zerbombt sind und die Lebensqualität der dort lebenden Menschen.

    Regina Ri Nun, in Indien mag es kein Luxusleben geben und die Zustände dort auch sicherlich, für unsere Verhältnisse, katastrophal….
    ABER, was wird denn erwartet von Deuschland ?
    Jeder Flüchtlinge bekommt nach 3 Monaten ein eigenes Haus , mit Garten und Pool ?
    Und bekocht zu werden und nicht selbst kochen können, ist ja soooo schlimm 😱
    Und dann besitzen wir Deutschen noch die Frechheit keine Tempel zu bauen – dabei kostet so ein Tempel doch kaum was und dabei haben wir es doch sooo dicke , in unserem Schlaraffenland – also müsste mindestens in jeder zweiten Stadt ein Tempel entstehen – aber zackig !
    Und dann die ganzen freiwilligen Helfer, die neben ihren Job ihre Freizeit opfern um Gutes zu tun – was für ein Alptraum !
    Ja, schon schlimme, schlimme Zustände in Deutschland – wir sollten uns schämen !!!!
    ABER , wem das nicht passt, dass Deutschland nicht jedem Flüchtling sofort ein Luxusleben erschafft ( inkl. Tempelbau) , der sollte doch die armen Leute (sind doch nur 10 Inder) bei sich zu Hause aufnehmen , denen auch gleich ein Tempel bauen…und aus Dankbarkeit , wird man dann täglich bekocht , mit indischen Köstlichkeiten – die ihr auch noch bezahlen könnt , denn ihr habt es doch und “ ihr schafft DAS“ !!!
    😉

    Helmut Brune Regina Ri Das Problem ist ja kein einfaches. Es gibt soviele Länder in denen Demokratie ein Fremdwort ist. Seit Putin, Trump Assad und noch vielen mehr, bin ich der Meinung, daß Demokratie nicht mehr das ist, was eigentlich beabsichtigt war. Europa hat sich langsam aber sicher von der Amerikanischen Lebensart einwickeln lassen. Wenn es um wirtschaftlichen Erfolg und Gewinne geht, geht man über Leichen. 90% des Weltkapitals befindet sich in den Händen einiger Weniger. Solange sich das nicht ändert, kann man auch die heutigen Probleme nicht lösen. Es gibt genug Geld in der Welt um allen Menschen ein lebenswertes Leben zu bieten. Selbst wenn das geschehen würde, bliebe noch Genug übrig um die Superreichen superreich sein zu lassen.

    Regina Ri Rundblick Unna , wer ist „man“ ?
    Wer hat versprochen ?
    Frau Merkel ? Frau H. Kraft ? Unser Herr Landrat ?
    Dann sollten diese verantwortlichen Leute umgehend zur Rechenschaft gezogen werden.
    Aber, unhaltbare Versprechungen werden jedem gemacht, um sich erst einmal beliebt zu machen – und dann Zack kommt der Realitätshammer !
    Stephan Assmus ein eigenen Tempel zu fordern, ist kein Krümel sondern gleich eine Torte !

    Stephan Assmus Regina Ri du hast es leider nicht verstanden worauf ich eigentlich hinaus will. Wenn in Indien gerechte Löhne bezahlt werden, dann würde keiner sein Land verlassen wollen. Aber jetzt kommt der Westeuropäer und möchte gerne in seinem Luxus weiterleben. Bedeutet er will wie schon oben geschrieben z.B. für seine Textilien keine hunderte von Euro bezahlen. Ich rede nicht nur von KIK oder Takko sondern auch große Labels lassen dort produzieren. Es gibt also drei Möglichkeiten. 1) wir lassen die Ärmsten der Armen nach Europa da wir eine Verpflichtung haben(schmeckt den wenigsten) 2) wie bezahlen für die Jeans nicht 50 Euro sondern 200 Euro (kann sich fast keiner leisten) oder 3) wie lassen alles so wie es ist und beuten die Menschen für unseren Wohlstand weiter aus (aber dann tut nicht so christlich, scheinheilig sondern gibt zu das euch das Elend egal ist, solange dieses weit von eurem Vorgarten entfernt ist)

    Rundblick Unna Regina Ri , „man“ sind, wie im Bericht deutlich wird, die Verantwortlichen der vorherigen Unterkunft in Leverkusen.

    Moni Leyh-Vittinghoff Ach Frau Anni Eiermann hören sie sich eigentlich selbst zu? Wie kann ich mir vorher Gedanken machen, was in Deutschland geht und nicht. Wenn dann auch noch Versprechungen von einem „Deutschen gemacht werden, nehme es so hin.

    Sascha Herrmann Es tut m ir leid wenn ein beheizter Wohncontainer mit Strom, fließend Wasser usw. nicht dem gewünschten Komfort bietet. Als Alternative bietet sich grade über die Sommermonate die Türkei an…da stehen passende Hotels leer 😬😂

    Stephan Assmus der ist gut Sascha :)

    Anni Eiermann wer auswandert sollte sich voher gedanken machen….wir sind hier nicht bei wünsch dir was😡

    Stephan Assmus warum du wünscht dir doch auch die Coke für einen Euro. Das I Phone soll bezahlbar bleiben. Deine Glühbirne die defekt ist mal ohne großes Finanzproblem zu wechseln. In dein Auto einsteigen und mal eben nach KIK fahren um ein paar Shirts zu kaufen, und, und und. Anni das ist einfach zu sagen wir sind nicht bei wünsch dir was. Weil du dir (fast) alles wünschen und erfüllen kannst. Und sei es nur beim Salat waschen, soviel Wasser zu verbrauchen welches eine Tagesration für eine Großfamilie ist.

    Anni Eiermann
    ich gehe arbeiten um mir was zu leisten…..ich stelle keine großen ansprüche…aber wenn ich das immer lese….sind damit und hiermit nicht zu frieden….was verlangen die denn….haus mit pool….auto usw…

    Stephan Assmus und glaube mir auch die 10 Inder würden gerne in ihrem Heimatland arbeiten gehen, wenn dort die Möglichkeit bestehen würde durch einen 60 Stundenwoche Job bei 10 Tage Urlaub, einigen kleinen ordentlichen Sozialabsicherungen ihre Familien zu ernähren. Sie hätten sich nie auf den Weg gemacht.

    Peter Köhler Aus Indien? Was gibt’s denn da für einen asylgrund? Deutschland ist ein tollhaus.

    Rundblick Unna Einen Grund wegzugehen gibt es. Bitterste Armut.

    Marcus Stadel Oh nein, wie in der Heimat: Wellblech.

    Rundblick Unna Menschenverachtender geht es kaum. Mach mal Urlaub in Indien, Marcus Stadel. Und besuche bitte auch die Slums in Dehli.

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  • Willy

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    Es ist doch an den Ländern dies zu ändern, nicht an uns jeden aufzunehmen dem es nicht gut geht. Einen Flugzeugträger, meine ich gelesen zu haben, können sich die Inder doch auch leisten, für das Militär ist immer Geld da.
    Auch die Niedriglöhne zu bekämpfen ist Aufgabe der dortigen Regierung, nicht unsere. Wenn die dort für einen Hungerlohn arbeiten, kann man das doch nicht dem anlasten, der hier ein Teil billig kauft, weil er es sich womöglich sonst gar nicht leisten könnte.
    (Kinder und Altersarmut in unserem gelobten Land)

    Und Europa / Flüchtlinge, ist doch lächerlich, wo landen sie denn, die Flüchtlinge?

    Diese Politik wird unseren Nachkommen mal richtig auf den Kopf fallen, werft nur mal einen Blick auf die Renten, wo soll das Geld in Zukunft den her kommen?

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  • Arno Schmitt

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    Dann sollen die Inder die Verhältnisse in Indien bitteschön ändern bis sie den deutschen ähneln, angefangern beim Kastensystem, den Rechten der Frau, der Bevölkerungsexplsion usw. usw.
    Anders herum, Veränderung der deutschen Verhältnisse auf Indisches Niveau – das ist menschenverachtend!
    Und nochmal zum Abspeichern – Indien hat 1,3 Milliarden Einwohner, Tendenz steigend.
    Es ist Zeit zu handeln – für Inder in Indien!

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  • Karl Renz

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    Scholl-Latour:
    „Wer halb Kalkutta hierher holt hilft nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta.“

    Die interessante Frage ist doch was diese Leute in ihrer Heimat alle für Informationen erhalten um sich hierher aufzumachen. Warum wird das nicht recherchiert?

    Demnächst wollen Voodoo-Anhänger aus Haiti und Inuit aus Alaska, hier Tempel, Walfleisch und Iglus. Der ganze Wahnsinn kommt in dem Artikel recht gut rüber…

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  • Irene Reindl

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    Kann mir irgendwer erklären, wovor Sikhs aus Indien fliehen müssen?
    Anstelle sich mit deren Befindlichkeiten zu befassen, sollte man alles dransetzen, um sie wieder zurück nach Indien abzuschieben.

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  • Dagobert

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    Der Erpressungsversuch war offensichtlich erfolgreich, der Steuerzahler darf indisches Catering bezahlen:
    http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/hungerstreik-von-fluechtlingen-selm-100.html
    Bis zum nächsten Hungerstreik………..

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  • ignoramus46

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    Prüft man die Kommentare, ist festzustellen, dass das Unverständnis der Leser steigt.
    Nimmt man den als Kapitelüberschrift gewählte Teilaussage: „Wenn wir zurückmüssen, sterben wir“ erschließen sich die Gründe nicht, denn somit müsssten sicher auch alle anderen Sikhs in Indien sterben.
    Somit bleiben die von den Politikern (angeblich, teilw. keine Quellennennungen) gemachten Zusagen hinsichtlich Verpflegung, Unterbringung und Religionsausübung.
    Hier sind das Unverständnis der Leser offensichtlich am größten, denn das Spannungsverhältnis zwischen indisch-örtlicher Realität und der Wahrnehmung der indischen Flüchtlinge sichtlich übersteigert.
    Was bleibt, ist die Frage, wie es eigentlich zu diesen Diskrepanzen kommt?

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