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Eissporthallen auf brüchigem Eis: Wie in Unna droht auch in Hamm 2020 die Schließung

„Die Diskussion um die Eishalle geht weiter. Sie ist schwierig“, merkte Bürgermeister Werner Kolter in seiner Neujahrsansprache warnend an (wir berichteten); wohl um einmal mehr Erwartungen finanzieller Art an die Stadt zu dämpfen.

Mit zwei Millionen Euro ist der Sanierungsbedarf für die Eissporthalle am Bergenkamp angesetzt, gleich fünf Millionen sind es für die Eishalle nahe in Hamm, die gerade eine ganz ähnliche Diskussion erlebt. Zur Bewahrung der Hammer Eissporthalle – für die der Aufsichtsrat des Maxiparks als Trägergesellschaft bereits vor einem Jahr die Schließung empfohlen hatte – soll morgen ein Rettungsplan vorgestellt werden. Ausgearbeitet hat ihn der Eishockey-Oberligist Lippe Hockey Hamm. Denn dieser braucht die Halle, um seinen Sport weiter ausüben zu können, und will sie mittels Unterstützung durch Sponsoren unbedingt erhalten.

Nach einem heutigen Bericht von WA Online könnte das Konzept den Stadthaushalt um jährlich bis zu 200 000 Euro entlasten. Mindestens bis 2020 soll damit der Erhalt der Eishalle damit gesichert sein. Genau ab diesem Zeitpunkt steht auch die Zukunft der Unnaer Halle auf der Kippe, da dann der Vertrag mit der Pächterfamilie Kuchnia (Ice & Fun-GmbH) ausläuft. Für fünf Jahre hat die Stadt den Kuchnias Vertragstreue zugesichert. Was danach geschieht, ist genauso  wie in Hamm fraglich: Hier wie dort schrecken die Stadtväter vor den hohen und langfristig unabsehbaren Folgekosten zurück. Im schlimmsten Fall – worst case – wäre die Region Unna-Hamm ab 2020 auf einen Schlag um gleich zwei Eissporthallen ärmer.

Eishalle Unna

Für die Unnaer Sport- und Freizeitstätte hat die Stadt indessen immerhin vier mögliche Zukunftsszenarien ausgearbeitet: Verkauf Erbbaurecht Weiterführung der Halle wie bisher – oder eben, final, den Abriss. Die CDU ergänzte die möglichen Alternativen im Neujahrsgruß ihres Fraktionschefs Gerd Heckmann noch um eine weitere Möglichkeit: Zusammenlegung der Unnaer- mit der Bergkamener Eissporthalle. Welche von den beiden dann geschlossen werden müsste/sollte, bliebe nach diesem Vorschlag allerdings noch auszudiskutieren.

 

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