Rundblick-Unna » Eishalle, Kulturzentrum, Nicolaischule: CDU macht im Neujahrsgruß deutlich, was sie (nicht) will

Eishalle, Kulturzentrum, Nicolaischule: CDU macht im Neujahrsgruß deutlich, was sie (nicht) will

 

Man muss die Ansichten der Unnaer CDU nicht teilen: Doch im Gegensatz zu dem auf Allgemeinplätze beschränkten Neujahrsgruß des Bürgermeisters (http://www.unna.de/kreisstadt+unna/kreisstadt-unna/startseite/aktuelle-meldungen/neujahrsgrusswort2015_bm.html) macht der christdemokratische Fraktionsvorsitzende Gerhard Heckmann in seinem Ausblick auf 2015 durchaus auch in einigen strittigen Punkten klar, was seine Partei (nicht) will.

Eishalle Unna

Eissporthalle: Wie bereits gesondert vermeldet, zweifelt die CDU offen die Sinnhaftigkeit zweier Eishallen in Unna und Bergkamen an und fordert, über eine Zusammenlegung nachzudenken. Dieser Vorschlag, so offensiv gemacht, ist neu in der Eishallendiskussion.

Die CDU macht damit natürlich ein Fass mit zahlreichen neuen kritischen Fragen auf: Welche der beiden Hallen soll geopfert werden? Wie sollen die Kinder und Jugendlichen hin- und zurückkommen? Fragen über Fragen… doch weiß man jetzt, wie kritisch die CDU zur weiteren Subventionierung des Unnaer Eissporthalle steht.

Kulturzentrum Lindenbrauerei

– Ähnlich deutlich die Skepsis gegenüber höheren Subventionen für die Lindenbrauerei. „Deutliche Aufgabenstreichungen bei der Lindenkultur sind angeraten“, macht Heckmann klar – also soll das Kulturzentrum sein Angebot reduzieren. Und eine weitere Zuschusserhöhung (die „Linde“ braucht laut ihres Finanzplans ab diesem Jahr 270 000 Euro – 70 000 Euro mehr als bisher) koppelt die CDU an die Bedingung, dass das Geld ausschließlich aus dem Kulturetat umgeschichtet wird. Kein Zubuttern aus anderen Haushaltstöpfen.

Nicolaischule Unna

– Zur Nicolaischule, die er in seiner Haushaltsrede komplett aussparte (sie war damit praktisch schon gar nicht mehr vorhanden), schreibt Gerd Heckmann jetzt einlenkend: „Diese Immobilie im Stadtzentrum gehört wirklich zum städtischen Tafelsilber und sollte nicht vorschnell veräußert werden.“

Die Zukunft der Nicolaischule werde „für die CDU weiter offen bleiben und von der Entwicklung der Schülerzahlen abhängen“. Bei unzureichender Entwicklung (die kleinste Innenstadtgrundschule hatte zuletzt konstant immer rund 100 Schüler) wäre für die CDU eine Nutzung durch das Weiterbildungskolleg (Abendschule) denkbar: „… da diese wichtige Schule, die notdürftig in Räumen des PGU und der Katharinenschule angesiedelt ist, größte Unterbringungsschwierigkeiten hat.“

Werkstatt Unna Holz

– Klartext zur Werkstatt im Kreis Unna. Die Stadt hat ihren freiwilligen Zuschuss von bisher 500 000 Euro im Jahr im Doppelhaushalt 2015/16 zunächst halbiert. Die fehlenden 250 000 Euro sollten direkt über den Kreishaushalt bereitgestellt werden, fordert Heckmann. Schließlich schickten auch andere Kommunen (vor allem Kamen und Bergkamen) ihre jungen Leute in die „Werkstatt“- Maßnahmen, ohne aber dafür ihren Solidarbeitrag zu leisten.

Fußgängerzone Bahnhofstraße

– Gegen eine Sanierung der Fußgängerzone sperrt sich die CDU im Jahresausblick weiter. Gründe: Sparzwang und „mangelnde Dringlichkeit“. Realistisch werde die Maßnahme nur durch eine Landesförderung „Innenstadtsanierung“, die „aber nicht vor 2018 zugeteilt werden wird“.

tempo-30-schild

Tempo 30 auf Unnas Hauptverkehrsstraßen schließlich – einen Aufschrei löstet die Idee der Verwaltung bei unseren Lesern aus: „Die angedachten Vorschläge auf Tempo 30 in den Hauptdurchgangsstraßen sind äußerst kritisch zu betrachten“, formuliert Gerd Heckmann die Position der CDU. Er geht allerdings nicht so weit, dass er schreibt: „Wir lehnen den Vorschlag ab.“

 

Das Grußwort ist im Wortlaut nachzulesen unter

http://www.cdu-unna.de/index.php?home+main+detailansicht+100051+1

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