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Eishalle: „Keine verfrühten Abriss-Szenarien!“

Vor verfrühten Abriss-Sznearien der Eishalle warnen sowohl die SPD, die CDU wie auch die Freien Wähler (FW/FLU). „Bis 2020 gilt der Pachtvertrag für die Familie Kuchnia. Bis dahin müssen die genauen Investionsbedarfe noch einmal genau überprüft werden“, erklärten nach SPD-Fraktionschef Michael Hoffmann (unser Bericht vom Sonntag) am heutigen Mittag auch Rudolf Fröhlich als Sprecher der CDU und Klaus Göldner als Fraktionsvorsitzender der FW/FLU.

Abriss der Halle als eine der verbleibendenden Optionen, sollte sich in fünfeinhalb Jahren herausgestellen, dass das 40 Jahre alte Gebäude tatsächlich ein Fass ohne Boden ist. Im worst case müsse man auch darüber reden, betonte Kämmerer Karl-Gustav Mölle schon in der Ratssitzung im September. „Bis dahin fließt aber noch eine Menge Wasser das Tal hinunter“, betont CDU-Sprecher Fröhlich mit eindringlicher Warnung vor verfrühter Panikmache. Und Klaus Göldner macht für die freie Bürgerliste klar: Die FW/FLU verfolgt noch immer den Grundsatz, die Eishalle, so lange es irgend möglich ist, für Unna zu erhalten.“

Klaus Göldner, FW/FLU

„Investitionsbedarf genau überprüfen lassen“: Klaus Göldner (FW/FLU).

Rudolf Fröhlich, CDU

„Die Bedeutung der Halle für die Jugendlichen verbietet Schnellschüsse“: Rudolf Fröhlich (CDU).

Verwirrt zeigt sich Göldner darüber, wie extrem unterschiedlich die Aussagen des Bausubstanzgutachtens und der Eishallenbetreiber sind. „Für Kuchnias geht es um die Existenz“, weiß er, „deshalb darf man jetzt keine Schnellschüsse wagen.“ Nach Ansicht des FW/FLU-Chefs macht es für die Familie Kuchnia auch keinen Sinn, jetzt bis 2020 noch über 200.000 Euro zu investieren (wie es ebenfalls laut Gutachten erforderlich ist), wenn man sich danach – wegen der angeblich 1,8 Mio. Sanierungsbedarf – sowieso finanziell strecken müsse.

„Ich kann momentan nicht sagen, wer hier wirklich richtig liegt“, gesteht Göldner Aufklärungsbedarf ein. Mit Michael Hoffmann ist er sich indessen einig: „Diese Investitionsbedarfe müssen nochmals ganz genau überprüft werden, bevor unwiderrufliche Richtungsentscheidungen getroffen werden. Notfalls muss, trotz knapper Zeit, ein Gutachtertermin im Rat stattfinden.“ Rudolf Fröhlich möchte für die CDU im Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) – der die Eishalle gehört – die Gutachterzahlen genau hinterfragen. „Ein ist jedoch klar“, unterstreicht er für seine Partei: „Wir von der CDU wissen, welche Bedeutung die Halle für die Jugendlichen und den Eissport hat. Wir werden mit Sicherheit keine leichtfertigen Entscheidungen treffen.“

 

Kommentare (2)

  • Silvia Kuchnia

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    Sehr geehter Herr Merkord, wenn Sie keine Ahnung haben sollten Sie einfach mal den Mund halten. Das Gutachten hat kein vereidigter Sachverständiger erstellt, sondern der Eigentümer selber, welche Interessen dieser verfolgt brauchen wir hier nicht zu kommentieren, im übrigen fliesst bis dahin noch viel Wasser bergab, die Poltik und die Bürger Unna stehen für den erhalt der Eishalle bis auf einge einzelen Gestalten wie Sie.

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  • Rüdiger Brinkhoff

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    Ihr könnt mich jetzt alle für verrückt erklären. Ich denke mal anders herum.
    Die Stadt hat kein Geld, die Stadt muss sparen.
    Was soll dieses rum gezicke mit der Jahreszahl 2020.
    Mit so einem MHD Datum im Rücken wird sich jeder schwer tun Geld zu investieren.
    ALSO: Die Stadt verkauft die Halle für 1€ an die Familie Kuchnia. Die gesamte Familie wird die Halle weiterbetreiben mit viel Herzblut wie bisher, und notwendige Investitionen weiter stemmen, wie schon immer.
    Nur zum Unterschied, das das Geld nicht in ein Fass ohne Boden fliesst und doch der Abriss droht.
    Darüber hinaus lasst uns einen Verein, evtl. sogar gemeinnützig, gründen, der die Ziele und Wünsche der Eislaufbegeisterten im gesamten Umkreis förderet und unterstützt.

    Ich bin dabei

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