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Eishalle: CDU und Piratin Palm verstehen Freie Wähler nicht

Gruppenbild mit Piratin: Die CDU und Heike Palm (Piratenpartei) haben sich vor Ort von der Qualität der Eishalle überzeugt. Foto: CDU Unna

Gruppenbild mit Piratin: Die CDU und Heike Palm (Piratenpartei) haben sich vor Ort von der Qualität der Eishalle überzeugt. Foto: CDU Unna

Die CDU Unna und auch Piratin Heike Palm scheinen die Kritik der Freien Wähler an der Eissporthalle nicht nachvollziehen zu können. Klaus Göldner (Freie Wähler) habe von einem desolaten Zustand der Eishalle berichtet und einen hohen Investitionsstau aufgezeigt. Bei einem Ortsbesuch wollen sowohl CDU also auch die Piratin davon nichts gesehen haben. Dafür gibt es Lob für die Betreiber und eine Spitze gegen die Stadtverwaltung.

Die CDU sieht das Geld in die Eishalle gut investiert und setzt sich demnach für einen Erhalt der Einrichtung ein. Sie verweist auf einen guten Zuspruch mit 130 000 Besuchern jährlich und  widerlegt beim Ortstermin die Kritik der Freien Wähler: So sei ein Mangel der Verkehrssicherheit lediglich ein Loch in einer Pflasterung hinter der Eishalle.

Hier die Pressemitteilung der CDU Unna im Wortlaut:

Im Zusammenhang mit der derzeitigen Diskussion um die Eissporthalle besuchte die CDU-Fraktion am Dienstag, 22. Juli, die Eissporthalle, um sich vor Ort einen eigenen Eindruck von Zustand und Betrieb der Anlage zu machen. Im Rahmen des Besuches führte das Betreiberehepaar Kuchnia die Fraktionsmitglieder durch alle Bereiche der Eissporthalle und beantwortete ausführlich sämtliche Fragen, heißt es in der Pressemitteilung

Das Ergebnis der Besichtigungstour war für die CDU-Politiker durchaus überraschend, denn aufgrund der in der letzten Ratssitzung von Klaus Göldner (FW/FLU) im Rahmen einer mündlichen Anfrage vorgebrachten dramatischen Beschreibungen der Zustände hatte man geglaubt, die Eissporthalle in völlig desolatem Zustand vorzufinden.

Dies war jedoch keineswegs der Fall. Der CDU-Fraktion, der sich im Übrigen auch Heike Palm von der Piratenpartei angeschlossen hatte, bot sich vor Ort ein völlig anderes Bild, denn zumindest dem Augenschein nach waren keinerlei bauliche Sicherheitsmängel erkennbar!

Auch die von Ratsmitglied Göldner fotografisch dokumentierten Mängel, welche angeblich die „Verkehrssicherheit“ des Gebäudes beeinträchtigen sollten, stellten sich schnell als ein Loch in der Pflasterung vor einem vom Publikumsverkehr nicht genutzten Hinterausgang heraus, das im Übrigen längst repariert worden ist.

„Es ist für uns deshalb kaum nachvollziehbar, weshalb derzeit von einem angeblichen Investitionsstau in Höhe von mehreren hunderttausend Euro die Rede ist“, kommentiert Rudolf Fröhlich als Sprecher der CDU-Fraktion das Ergebnis der Besichtigung.

„Das ist für uns nach der Besichtigung jetzt Fakt, zumal auch bei den regelmäßigen Überprüfungen des Gebäudes nach Informationen des Stadtkämmerers und WBU-Vorsitzenden Karl-Gustaf Mölle nichts dergleichen festgestellt wurde. Wir haben im Rahmen der Besichtigung und im intensiven Gespräch mit der Betreiberfamilie Kuchnia auch keineswegs den Eindruck gewonnen, dass die Pächter ihren vertraglichen Verpflichtungen zur Instandhaltung des Gebäudes bisher nicht nachgekommen sind. Sollte es hier Gesprächsbedarf geben, so ist es Sache der WBU, diese Gespräche mit den Kuchnias zu führen“ kommentiert Fröhlich weiter.

Bei dem Besuch konnten sich die Fraktionsmitglieder weiterhin davon überzeugen, dass die Eissporthalle Unna gerade bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt ist.

„Mit ca. 130 000 Besuchern und Nutzern jährlich ist die Eissporthalle, die auch von Schulklassen rege genutzt wird, ein wichtiger Baustein im Sport- und Freizeitangebot der Stadt und erfüllt darüber hinaus als sportliche Begegnungsstätte eine nicht zu unterschätzende soziale Funktion, indem sie gerade Kindern und Jugendlichen unterschiedlichster Herkunft ein sinnvolles Freizeit- und Sportangebot macht“, erklärt Fröhlich die Sichtweise der CDU.

Fröhlich: „Ich glaube deshalb, dass die Eissporthalle, die zudem eine wesentlich größere Zielgruppe anspricht, mindestens die gleiche Existenzberechtigung hat wie die neue Skateranlage, in welche die Stadt gerade erst 200.000 Euro, Grundstück inclusive, investiert hat und die aktuell zusätzlich mit einer Beleuchtung ausgestattet wird“.

Es gibt zwei Leserbriefe zum Thema: Zum einen äußern sich die Freien Wähler zum Thema, die CDU Unna antwortet darauf.

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