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Einzigartige Lichtkunst ohne "Herdentrieb" genießen

Unnas Lichtkunst, diese weltweit einzigartige, frei von Gruppenzwang individuell genießen, sich ungestört und im eigenen Tempo der faszinierenden Atmosphäre des Lichtkunstkellers hingeben: Die offenen Führungen im Zentrum für Internationale Lichtkunst werden Schritt für Schritt zur Selbstverständlichkeit. Erst Anfang März entschieden sich die Verantwortlichen zum ersten Mal, die Kunstwerke auch frei von offiziellen Führungen zugänglich zu machen. Die Nachfrage sprach mit fast 200 Besuchern für sich, so dass sich weitere offene Besichtigungen nur eine logische Folge waren.
Die bisherige Zögerlichkeit in puncto freie Begehbarkeit erklärt sich freilich durch einen enormen Personalaufwand, den das Museum dafür stemmen muss. Am kommenden Sonntag ist der Lichtkunstkeller beispielsweise wieder individuell zu besichtigen, von 13 bis 17 Uhr. Die Mitarbeiter müssen währenddessen nicht nur die empfindlichen Installationen bewachen und vor möglichen Beschädigungen schützen, sondern zugleich den Besuchern ihren Weg durch die verwinkelten und düsteren Gänge weisen. So mancher Museumsgast fand auf sich allein gestellt schon den Ausgang im dunklen Säulenkeller nicht wieder. Bisher konnten die hohen Besucherzahlen den Personaleinsatz immer noch rechtfertigen. Die freie Begehbarkeit hat das Ansehen und den Bekanntheitsgrad des einzigartigen Lichtkunstmuseums jedenfalls schon merklich steigern können: So mancher Kunst- und Lichtliebhaber, der den „Herdentrieb“ von Gruppenführungen ablehnt, entdeckte erstmals den einzigartigen Lichtkunstreiz vor der eigenen Haustür.
Weitere Sonderöffnungen über den kommenden Sonntag hinaus sind für den 7. September und 5. Oktober vorgesehen. (Silvia Rinke)

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