Rundblick-Unna » „Einzäunung“ von Flüchtlingen – und Anwohnern – heute Thema der WDR-Lokalzeit

„Einzäunung“ von Flüchtlingen – und Anwohnern – heute Thema der WDR-Lokalzeit

Die geplante „Einzäunung“ der Flüchtlingsunterkünfte in der Landesstelle Massen schlägt mediale Wellen. Unter Teilnahme von mindestens 40 aufgebrachten Anwohnern war heute ein Team der WDR-Lokalzeit vor Ort und erstellte einen Beitrag für die WDR-„Lokalzeit“ Dortmund, die von 19.30 bis 20 Uhr im Fernsehen zu sehen war. In ersten Reaktionen zeigten sich Zuschauer aus dem Umfeld der Landesstelle indes enttäuscht. Es seien nur Anlieger zu Wort gekommen, die gerade erst ein knappes Jahr dort wohnten, kam z. B. Kritik.

In seiner Ankündigung zu dem Beitrag schrieb der Sender: „Ein geplanter 400 Meter langer Zaun, der die Flüchtlinge in der Landesstelle Unna-Massen vom Rest des Stadtteils trennen soll, sorgt für großen Ärger. Von der Einzäunung wären auch 70 Anwohner betroffen. Die üben zum Teil heftige Kritik an den Plänen, wollen sich nicht einzäunen lassen. Stadt und Land hatten vereinbart, eine bauliche Trennung zwischen Flüchtlingsunterkunft und der benachbarten Hochschule vorzunehmen.“

Landesstelle Zaun Grafik

Die Grafik zeigt den geplanten Wall zwischen Hochschule und Flüchtlingslager bzw. Anwohnern. (Quelle: Stadt Unna)

Dass der Zaun – konkret ist ein begrünter Erdwall mit bis zu zwei Meter hohen Zaunanlagen geplant – die Hochschule von den Flüchtlingen und zugleich von der Nachbarschaft abtrennt, war als Reaktion auf unsere Berichterstattungen über die gewaltsamen Zwischenfälle in der Landesstelle auf Facebook gepostet worden. Die Stadt hatte auf Rundblick-Anfrage gestern angekündigt, alsbald die geplante Bürgerversammlung zur künftigen Landesstellennutzung einzuberufen. Ein Termin steht noch nicht fest.

Kommentare (4)

  • wöll

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    Die Deutschen haben aus der geschichte nichts gelernt,
    mauern-Mauern

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  • Willi

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    Der Wall mit zusätzlichen 2 m hohen Zaun soll doch nur das Prestigeobjekt der Stadt Unna „Eine Private Hochschule “ für zahlungskräftige Studenten von der ärmlichen Flüchtlingsunterkunft zu schützen.
    da zahlt jeder Student mehr im Monat fürs Studium als ein Hartz 4 Empfänger bekommt. den Anwohnern einer alten Zechensiedlung kann man das zumuten und gleich mit einsperren.
    http://www.hochschulcampus-unna.de/Studiengebuehren.14543.0.html

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  • Jasmin

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    ….wenn man anderweitig keine Alternative mehr kennt wie einen 2m hohen Zaun zu setzen, finde ich es persönlich in Ordnung , um weitere Gefahren mit Schutz vorzubeugen.

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  • karsten

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    Ich bin der Anwohner der erst seit einem Jahr da wohnt…
    Richtigstellung:
    Ich wohne seit einem Jahr auf dem Teil der Landesstelle der für die Bewerber genutzt wird.Vorher habe ich jedoch schon 3 Jahre auf dem Teilgebiete gewohnt, welche zukünftig für die Hochschule genutzt werden soll.
    Und wem vier Jahre nicht reichen…
    Meine Frau wohnt seit Über 30 Jahren auf dem Gebiet der landesstelle und ist hier Groß geworden…
    Wer sich daran stört, dass die angeblich nicht die richtigen Interviewt wurden…
    Nehmt Zettel und Stift zur Hand und schreibt Leserbriefe über das Problem vor Ort.
    Macht Interviews im Radio, wendet euch ans Fernsehen, ruft im Rathaus, beim Vermieter, der Bezirksregierung Arnsberg, ja sogar bei der Landesregierung direkt an und zeigt die Probleme vor Ort auf…

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