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Eintragungslisten für G9-Volksbegehren liegen ab 2. Februar im Rathaus aus

G9 JETZT! Anfang des Jahres ist das Volksbegehren „G9 jetzt in NRW“ gestartet. Ziel dieser Unterschriften-Aktion ist die Rückkehr zu einer Regelschulzeit mit dem Abitur nach neun Jahren. Die Volksinitiative „G9 jetzt!“ hatte im vergangenen Jahr 3.000 Unterschriften stimmberechtigter Bürgerinnen und Bürger gesammelt und damit ein Volksbegehren ermöglicht.


Seit dem 5. Januar dürfen die Initiatoren nun zwölf Monate lang überall Unterschriften für das G9 sammeln. Alle 396 Städte und Gemeinden in NRW sind entsprechend des Zulassungs-Beschlusses der Landesregierung zudem verpflichtet, die von der Initiative zur Verfügung gestellten Unterschriftenlisten vom 2. Februar bis zum 7. Juni öffentlich auszulegen.
In Unna werden diese Listen im Bürgerservice im Rathaus ausliegen. Ergänzend zu den regulären Öffnungszeiten besteht auch an vier Sonntagen die Option, sich in die Listen einzutragen. Der Bürgerservice hat dazu am 19. Februar 2017, 26. März 2017, 30. April 2017 und 28. Mai 2017 jeweils von 10 bis 14 Uhr geöffnet.


Mit Ende der öffentlichen Auslegung – also nach dem 7. Juni – dürfen die Initiatoren von „G9 jetzt!“ noch bis spätestens 4. Januar 2018 weitere Unterschriften sammeln.
Stimmberechtigt sind alle, die ihren Hauptwohnsitz in Unna haben, oder bis zum 22. Mai 2017 zugezogen und deutsche Staatsbürger sind. Eine weitere Voraussetzung zur Stimmabgabe ist die Volljährigkeit. Sind alle Bedingungen erfüllt, besteht die Möglichkeit, mit der Unterschrift das Volksbegehren zu unterstützen.
Stimmen acht Prozent der Stimmberechtigten zu – das wären 1,06 Millionen Bürgerinnen und Bürger landesweit kann der Landtag diesem Begehren in einer neuerlichen Abstimmung folgen. Lehnt der Landtag den Antrag ab bzw. setzt er sich nicht innerhalb von zwei Monaten mit dem Votum des Volksbegehrens auseinander, kommt es zu einem Volksentscheid. Dieser wäre erfolgreich und das daraus resultierende Gesetz bindend, wenn rund zwei Millionen Wählerinnen und Wähler (15 Prozent aller NRW-Bürger) für das Abitur in Klasse 13 stimmen.

Weitere Infos unter: g9-jetzt-nrw.de

Kommentare (1)

  • Markus Antonius

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    G8 wurde eingeführt, weil unsere jungen Menschen bei Erreichen des Schulabschlusses älter sind und somit später an die Uni oder in die Ausbildung kommen, als Jugendliche in den anderen Industriestaaten. Zwar wurden die Lerninhalte von G9 nahezu vollständig in G8 übernommen, die Anforderungen der Schule an die Abiturienten haben aber insgesamt abgenommen. Anders lassen sich die von Universitäten und Arbeitgebern beklagten Wissensdefizite bei klassischen Schulbildungsthemen (Deutsch, Mathe, Fremdsprachen)) bei gleichzeitig stetig besseren Noten nicht erklären.
    Es kann also eigentlich nur darum gehen, G8 zu verbessern und auch auf die Gesamtschulen ausdehnen, die immer noch G9 durchführen, als darum, G8 abzuschaffen. Und bei der Gelegenheit sollte man das rot-grüne Irrsibnskonzept der individuellen Lerngeschwindigkeiten gleich mit entsorgen.
    Liebe Schülerinnen und Schüler, eure Wettbewerber um Sicherheit und Wohlstand werden euch immer um Jahre voraus sein, wenn ihr später und zudem weniger qualifiziert als sie ins Berufsleben eintretet. Und diejenigen, die euch jetzt vor G8 „schützen“ wollen, werden von Euch verlangen, ihnen einen frühen Renteneintritt sowie hohe Altersbezüge zu sichern. Zu eigenem Wohlstand werdet ihr da nur kommen, wenn ihr besser und schneller seid, als eure internationale Konkurrenz

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