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Eine Kinderkrankenschwester für Viorel

Über Facebook erreichte uns ein Hilferuf – der kleine Viorel aus Iserlohn sucht dringend eine Kinderkrankenschwester, die ihm nachts zur Seite steht. Der kleine Mann wird bald drei Jahre alt und ist schwerstbehindert. Er leidet unter Epilepsie, hat eine Magensonde und kämpft mit Atemaussetzern.

Das Gehirn wächst nicht mehr

Bereits in der Schwangerschaft war Mama Michelle klar, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt: Etwa im 3. oder 4. Monat stellten Spezialisten fest, dass das Gehirn des kleinen Jungen nicht mehr wächst. Während sich der Körper normal weiterentwickelte, blieb das Gehirn in seiner Entwicklung einfach stehen.

„Warum das passiert ist, wissen die Ärzte nicht. Es ist einfach eine Laune der Natur“, sagt die alleinerziehende Mutter.

Viorel kann weder laufen noch sprechen und auch den Kopf nicht selbstständig halten. „Wie ein Baby, nur ein ziemlich großes mittlerweile!“ sagt Michelle. Tagsüber geht Viorel in einen heilpädagogischen Kindergarten, in dem er bis zum frühen Nachmittag betreut ist. Dann kümmert sich die gelernte Sozialhelferin aufopferungsvoll um ihren Sohn. Die Nächte sind jedoch anstrengend.

Am Ende ihrer Kräfte

Der Kleine hat chronische Schmerzen und übergibt sich oft – da er sich nicht drehen kann, ist das lebensgefährlich für ihn. Mehrfach steht die 28-Jährige nachts auf und sorgt für ihren Sohn, so langsam ist sie jedoch am Ende ihrer Kräfte: „Ich habe schon so lange nicht mehr richtig geschlafen, bin vergesslich und gereizt – letztens war ich beim Kinderarzt und konnte mich nicht erinnern, warum ich da bin!“

Michelle sucht nun für ihren Sohn eine Kinderkrankenschwester oder einen Kinderkrankenpfleger, der die Nachtschicht übernehmen kann. „Er oder sie müsste einfach nur da sein und eingreifen, wenn etwas passiert. Das Ganze würde über einen Pflegedienst laufen und natürlich wird es bezahlt. Wir haben auch jetzt schon einen Pflegedienst, aber leider sind die, wie all diese Dienste, in großer Personalnot.“

Auch ein Babysitter wäre schön

Auch wenn jemand „nur“ babysitten möchte, würde es Michelle schon entlasten: „Es ist etwas umfangreicher, aber was zu beachten ist, kann man lernen.“ Geduld und Zuverlässigkeit solltet ihr für den Umgang mit Viorel unbedingt mitbringen. Ansonsten ist die Betreuung des kleinen Jungen keine Hexerei. Wer keine Berührungsängste hat, kann der kleinen Familie gern eine E-Mail schicken.

Wer aus Iserlohn oder der Umgebung kommt und helfen kann und möchte, kann Frau Bianca Mann vom Diakonischen Werk Bethanien unter der Rufnummer 02371 – 1595780 kontaktieren oder Michelle direkt per E-Mail (lindsay-michelle@gmx.de) anschreiben.

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