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Einbruch in Unna aufgeklärt

Die Polizei hat eine zehnköpfige Bande aus Dortmund geschnappt, die für Einbrüche in Apotheken, Altenheime, Bäckereien und Tankstellen verantwortlich sei. Die Täter haben auch im Kreis Unna zugeschlagen. Geschnappt wurde die Gruppe nun von der federführenden Kriminalpolizei in Detmold (Lippe). Die Gruppe, deren Kopf ein 22-Jähriger sei, ging dabei teilweise in Seelenruhe vor:

Das ist passiert

Im Oktober 2013 kam es im Kreis Lippe in Augustdorf, Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen (2) zu fünf Apothekeneinbrüchen, bei denen die Täter vorhandene Tresore mit Bargeld und verschreibungspflichtigen Betäubungsmitteln stahlen.

Zeugen brachten die Polizei auf die Spur der Bande. Das Netz um die Tatverdächtigen zog sich immer enger zusammen, bis im November drei Einbrecher bei einem Einbruch in eine Apotheke und in ein Altenheim in Rüthen im Kreis Soest auf frischer Tat festgenommen wurden.

Anschlussermittlungen klären Taten in neun Städten und Kreisen auf

Anschlussermittlungen führten zur Aufklärung von sechzehn weiteren Einbrüchen und Einbruchsversuchen in Apotheken, Altenheime, Bäckereien und Tankstellen in Dortmund und den Kreisen Soest, Gütersloh, Steinfurt, Unna, Paderborn, Iserlohn, Hochsauerlandkreis und im Märkischen Kreis. In Zusammenarbeit mit den Krimimalbeamten der Tatortbehörden konnten weitere sieben Bandenmitglieder ermittelt werden.

Die zehn Tatverdächtigen, alle im Alter von 22 bis 25 Jahren, kommen aus dem Ruhrgebiet und sind zumindest teilweise geständig. Die Einbrüche begingen sie in wechselnder Beteiligung und transportierten die erbeuteten Tresore bis auf einen Fall mit verschiedenen Fahrzeugen ab. An einem geeigneten Ort, vorwiegend im Dortmunder Bereich, brachen sie die Wertgelasse dann auf. Mit der Beute finanzierten die mutmaßlichen Einbrecher ihren Lebensunterhalt.

Beute: Rund 30 000 Euro

Bislang wurden in Dortmund auf einem Freigelände und in einem Schrebergartenhäuschen sieben aufgebrochene Tresore aufgefunden und sichergestellt. Die Höhe der Beute liegt bei rund 30.000 Euro, entstandene Sachschäden nicht mitgerechnet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Detmold erließ der zuständige Haftrichter gegen fünf Bandenmitglieder Haftbefehle. Alle Ermittelten sind zum Teil einschlägig polizeilich bekannt.

Die Ruhe weg beim Tresor-Aufbruch

Der 22-jährige Haupttäter ist erst kürzlich nach Verbüßung einer mehrjährigen Freiheitsstrafe wegen diverser Einbrüche auf freien Fuß gekommen. Erwähnenswert ist ein Einbruch in Borchen (Kreis Paderborn). Auch hier gingen die Täter einen Tresor an, konnten ihn aber mangels geeigneten Werkzeugs nicht öffnen. Kurzerhand fuhren zwei nach Dortmund, besorgten sich entsprechendes Werkzeug und kehrten dann zum Tatort zurück, um den Stahlwürfel aufzubrechen.

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