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Ein Nachruf auf die Baumschutzsatzung – gereimt und in Versmaß

Die zum 1. Januar abgesägte Baumschutzsatzung beschäftigt viele unserer Leser nachhaltig. Einer unserer Kommentoren reichte heute Abend als Stellungnahme zu unserem Bericht „CDU, SPD und FLU fällen die Baumschutzsatzung ein Gedicht ein – einen Nachruf in Versen und Reimform quasi. Weil er so ungewöhnlich ist, möchten wir ihn hier zusätzlich separat veröffentlichen.

 

Baumschutzverordnung aufgehoben

Baum, lieber Baum , –
warum musstest du gehen???
Dein Umfang maß weit über drei Meter zehn.

Baum, lieber Baum, eine wahre Pracht.
Riesengroß und schlank,
mit enormem Blätterdach.

Blickfang im Sommer,
im Winter Poesie.
Wonne im Herbst,
doch was bleibt ist nur Schmerz!!!

In Jahrzehnten gewachsen,
stets ging´s dir gut.
Warst Heimat für Tiere und immer guten Muts.

Ja, sagt das Amt-
tut uns auch leid.
Baum von privat, gehört nicht der Stadt ,
er macht zu viel Laub, dann isser halt platt.

Der Stadt ist´s egal,
so isses nun mal.

Die Baumschutzverordnug –
die gibts nun nicht mehr.
Ran an die Sägen,(
Späne müssen her.

Ob 100er, 200er, 300er Stamm,
morgen sind noch weitere dran.
Die Baumschutzverordnung die gibt´s nun nicht mehr.
Erst kam die Trauer und ganz viel Wut hinterher.

(Eingericht von: C. Kollmann)

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