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Ein Herz für Fledermäuse – auch beim Bauen, bitte!

Batman und seine Kumpel genießen besonderen Artenschutz!

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Unna bittet darum, achtsam mit den Quartieren der selten gewordenen Tiere umzugehen: Besonders bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen sollten Bauherren auf die geflügelten Kerlchen achten. Die sogenannten Wochenstuben, in denen Fledermäuse im Juni und Juli ihre Kinder zur Welt bringen, zu stören, ist sogar gesetzlich verboten. Gärtner sollten außerdem auf den Einsatz von Insektiziden verzichten, denn Fledermäuse leben von Insekten und können sterben, wenn diese vergiftet wurden.

Im Kreis Unna gibt es zwei große Gruppen: Fledermäuse, die in der Nähe von Siedlungen leben und solche, die sich eher in den Wäldern herumtreiben.

Zur ersten Gruppe gehören Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Kleine Bartfledermaus. Die Wochenstuben befinden sich in und an Gebäuden, manchmal in Baumhöhlen. In Gärten, Parks und an Gewässern suchen sie Nahrung.

Zu den Waldfledermäusen zählen Abendsegler, Braunes Langohr, Fransenfledermaus, Wasserfledermaus und Rauhautfledermaus. Sie ziehen ihre Nachkommen in Baumhöhlen, z.B. von Buntspechten, hinter loser Rindenborke oder in Faulstellen von Bäumen auf.

Es gibt auch Arten, die auf Wanderschaft gehen. So wurden bereits markierte Fledermäuse aus den östlichen Bundesländern hier im Kreis Unna gesichtet, und im Kreis Unna markierte dort. Ein ganz besonders fittes Kerlchen schaffte es sogar bis nach Spanien.

 

Foto: Hermann Knüwer, Kreis Unna

 

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