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Eilantrag: Ver.di kippt nächste verkaufsoffene Sonntage – darunter in Menden

Die Dienstleistungsgewerkschaft rasiert weiter die verkaufsoffenen Sonntage in NRW. Nachdem bereits Dutzende Sonntags-Shoppingevents in Großstädten gekippt worden sind (zuletzt ging Ver.di gegen sämtliche Verkaufsoffenen in Essen vor – 28 an der Zahl), muss nun als Nächstes Unnas Nachbarstadt Menden dran glauben. Zusammen mit Iserlohn und Hagen.

In Menden  findet an diesem Wochenende (6. / 7. 5.) ein Mittelalter- und Frühlingsmarkt statt – und zwar „definitiv ohne verkaufsoffenen Sonntag“, informierten heute die Werbegemeinschaft und die Stadt Menden merklich unfroh über das frisch gefällte Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg.

Einmal mehr hat Ver.di obsiegt: Per Eilantrag verbot das Gericht die Ladenöffnung am kommenden Sonntag.

„Dass Verdi hier in Anführungsstrichen ‚gewonnen‘ hat, ist nicht nur schädlich für das Fest an sich, sondern langfristig leider auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäften“, kritisiert die Werbegemeinschaft Menden e.V. in ihrer Pressemitteilung zu dem frischen Urteil. Die Stadtverwaltung bedauert die Entscheidung ebenfalls. Ordnungsamt und Rechtsabteilung wollen nun die Sonderverordnungen überprüfen, so dass weitere geplante Verkaufsoffene möglichen weiteren Klagen standhalten.

Die Händler wollen zusätzlich schon an diesem Samstag Kundenbefragungen zum Einkaufssonntag durchführen.

In Unna hatte das Wohnzentrum Zurbrüggen seinen geplanten verkaufsoffenen Sonntag am Westfalenmarkt-Wochenende Anfang April in diesem Jahr freiwillig abgesagt, da die Gefahr als groß eingeschätzt wurde, dass Ver.di auch diese Sonderöffnung kippt. Hintergrund: Die Verordnung besagt, dass jeder Sonntagsöffnung zwingend ein publikumsträchtiges Event zugesellt werden muss – und dieses muss allein für sich deutlich mehr Publikum ziehen als die offenen Geschäfte. http://rundblick-unna.de/verkaufsoffener-zum-westfalenmarkt-diesmal-ohne-zurbrueggen/

 

 

Kommentare (6)

  • Petter Uhlenbusch

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    Ver.di: Das sind die Totengräber der Innenstädte.
    So wird dem Einzelhandel noch die verblieben Basis entzogen.
    Dank der roten Kamarilla können wir demnächst nur noch
    bei Amazon & Co kaufen.

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Eine Antwort dazu auf Facebook:

      Silvia Rinke Na ja, wenn die Existenz eines Ladens von 2-3 Sonntagsöffnungen abhängt, sollte er realistischerweise sofort dichtmachen.

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      • Petter Uhlenbusch

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        Das ist aber doch sehr negativ und allgemein von Ihnen gefasst.
        Eine Firma Zurbrüggen wird schon wissen warum sie die verkaufsoffenen
        Sonntage mitmachen möchte. Für Sie mag das nur eine Lappalie sein,
        für die Mitarbeiter hängt von dem Erfolg ihres Arbeitgebers aber eine Menge ab.
        Man darf auch sicher davon ausgehen, das die von dem Verbot betroffenen Firmen im Falle einer Verlagerung ihrer Aktivitäten, NRW in Zukunft meiden werden. Zumindest solange diese rot/grünen Neu-Bolschewiken hier ihr Unwesen treiben.

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        • Redaktion Rundblick-Unna.de

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          Antwort via Facebook von Silvia Rinke:

          Das ist für mich keine „Lappalie“, sondern meine Überzeugung, die mir Händler immer wieder bestätigen, und ja, ich gehöre zu den altmodischen Zeitgenossen, für die ein Sonntag noch ein Sonntag zu sein hat, wo es irgend möglich ist. Jedem seine Meinung! Viel Spaß beim nächsten Sonntagseinkauf.

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          • Markus Antonius

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            Aber sonntags schön bei Amazon bestellen. Aber an der Firma beisst sich Verdi die Zähne aus. Da dreschen die linken Gängler lieber auf Einzelhändler ein, die sich nicht wehren können.

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        • Redaktion Rundblick-Unna.de

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          Ramona Meuser-Bäcker antwortet auf Facebook:

          Öffnungszeiten am Samstag bis 22h sollten ausreichend sein.
          Wer bis dahin seine Einkäufe nicht erledigen kann macht Irgendwas falsch.
          Wenn ich dann Kommentare lese das Batterien für den Gameboy des Kindes dringend gebraucht werden stellt sich die Frage ob Eltern sich mit ihren Kindern nicht mal mit spielen beschäftigen können … Wenn die Arbeitgeber soviel Erfolg damit hätten, würde in den Firmen ,speziell im Handel, trotz verkaufsoffenem Sonntag,nicht soviele steuerpflichtige Stellen gestrichen.
          Diese werden dann durch Studenten oder geringfügig Beschäftigte ersetzt. Erstere meist dazu den Mindestlohn zu umgehen. Gängige Regel und gesetzlich sogar abgesichert.

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