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Ehrenamt stärkt Arbeitsplatz?! – Diskussion im zib

Ehrenamtserfahrung wird von vielen Arbeitgebern unter anderem wegen der erworbenen Team- und Kommunikationsfähigkeiten bei Bewerbungen geschätzt. Im Beruf wird die zusätzliche Berufung dagegen oft eher kritisch betrachtet. Wege ehrenamtliches Engagement in der Personalentwicklung wertzuschätzen, werden in immer mehr Betrieben und Verwaltungen beschritten. Neben der Kompetenzsteigerung der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern sich dadurch Kontakte zu Kundengruppen, soziale Kenntnisse und Image.

Am kommenden Montag, 13. März um 18:30 Uhr, befassen sich Peter Krämer, Beauftragter für bürgerschaftliches Engagement in Arnsberg, und Uwe Kornatz, langjähriger Personaldezernent der Unnaer Stadtverwaltung, in der Veranstaltung „Ehrenamt stärkt Arbeitsplatz?!“ mit Konfliktpotentialen und Chancen, die das Ehrenamt im Berufsleben bietet. Anhand von Impulsen werden Beispiele in Bezug auf Übertragbarkeiten für Ehrenamtliche und Unternehmen diskutiert.

Eigene Beispiele aus dem Alltag Unnaer Ehrenamtler sind willkommen.

Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Anmeldung unter 02303/103-713 wird jedoch gebeten.

Das Treffen findet in der Bibliothek des zib statt.

Ehrenamt – wie ist das rechtlich?

Muss mein Arbeitgeber die ehrenamtliche Tätigkeit erlauben? Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, dem ist aber nicht so. Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit schützt den Arbeitnehmer auch in diesem Fall:

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ (Art. 2 Absatz 1 GG)

Das bedeutet natürlich nicht, dass man alles machen kann, was man will. Kollidiert die Nebentätigkeit mit dem betrieblichen Interesse oder fügt der Arbeitnehmer dem Unternehmen gar Schaden zu, schädigt zum Beispiel seinen Ruf, kann der Arbeitgeber die Tätigkeit untersagen.

Ein weiteres Problem ist das Ausmaß, das die ehrenamtliche Tätigkeit annehmen kann – ist der Arbeitnehmer deshalb dauermüde, fehlt oft oder kann seiner Arbeit aufgrund der Belastung im Ehrenamt nicht mehr nachgehen, kann der Arbeitgeber auf Einschränkung der Tätigkeit pochen.

 

Kommentare (6)

  • Marija Borghardt via Facebook

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    Ehrenamt stärkt …..
    Heute geht nicht mehr ohne Ehrenamtliche Helfer! Leider diese Tätigkeit ist für meist der Helfer ungerecht! Während Großverdiener ein ,,Aufwandsentschädigung“ kassieren und voll ausschöpfen, bleiben Grundsicherung Bezieher ,,auf der Strecke“! Als erstes; bekommen die garantiert keine Aufwandsentschädigung! Zum zweiten falls die eins bekommen würden, wird diese voll als ,,Einkommen“ angerechnet und somit jede ,,Anreiz“ zum helfen zu nichte gemacht!

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    • Gerstenmeyer

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      Sehr geehrte Frau Borghardt!
      Es ist richtig, daß die Aufwandsentschädigung bei Empfängern von Grundsicherung als Einkommen angerechnet wird. Es ist aber so, daß diese Leistungen aus Steuergeldern bekommen. Sie haben sich als allererstes darum zu kümmern, selber in Vollzeitarbeit zu kommen. Das Ehrenamt kann hier ein Weg sein, es kann aber auf gar keinen Fall ein Anreiz sein, im ALG II zu verbleiben. Sonst haben wir ein ganz großes Gerechtigkeitsproblem hier im Land.
      Großverdiener erhalten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit ein große Aufwandsentschädigung. Sonst würde man keine kompetenten Wirtschaftsfachleute und Juristen für solche Aufgaben gewinnen können. Die Führung eines großen Verbandes können nun einmal nicht Laien übernehmen. Da sind ausgewiesene und ausgebildete Fachleute gefragt. Diese Leute kosten nun einmal auf dem Markt sehr viel Geld. Wir müssen ihnen etwas bieten, sonst übernehmen sie diese Aufgaben nicht. Sie denken nämlich strikt marktwirtschaftlich.

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    • Christiane Kramer via Facebook

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      Wer ehrenamtlich hilft, dafür auch noch Aufwendungen hat welche ihm dann bei Erstattung dann auch noch vom Grundeinkommen abgezogen werden,- werden doch für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit auch noch bestraft! Der Staat lebt gut mit der Gutmütigkeit der unentgeltlichen Helfer und könnte ohne diese sich nicht selber loben mit „wir schaffen das“! Wer von seinem wenigen Unterhalt für ehrenamtliche Tätigkeit auch noch draufzahlen muss, sollte es lieber lassen! Es gibt in der Nachbarschaft genug Menschen die dankbar für Hilfe sind!

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    • Marija Borghardt via Facebook

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      Und genau das mach ich! Alte Menschen bzw zum Arzt begleiten, spazieren gehen, Spielnachmittag oder einfach zusammen frühstücken. Als Belohnung gibt’s mal Eis oder Kaffee. Ich hab Aufgabe! Die haben Gesellschaft!

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    • Christiane Kramer via Facebook

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      Und diese Menschen sind ihnen dafür sehr, sehr dankbar.

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    • Marija Borghardt via Facebook

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      Meistens! Mal gerät was aus dem ,,Fugen“! Bzw eine ältere Dame hat sich erlaubt mich zu ausschimpfen weil ich nicht kommen könnte (Kniebruch)! Aber sonst meisten sind sehr dankbar! ……

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