Rundblick-Unna » Ehepaar aus Werl fällt auf falschen Staatsanwalt rein: 2000 Euro sind futsch

Ehepaar aus Werl fällt auf falschen Staatsanwalt rein: 2000 Euro sind futsch

2000 Euro sind weg auf Nimmerwiedersehen. Ein Ehepaar aus Werl ist auf einen falschen Staatsanwalt hereingefallen. „Die beiden wurden Opfer eines gut organisierten Trickbetrugs“, warnt die Kreispollizeibehörde Soest.

Das Ehepaar bekam vorige Woche einen Anruf eines angeblichen Staatsanwalts. Dieser forderte sie auf, umgehend 2000 Euro für eine Gewinnspielteilnahme zu zahlen; sollte diese Summe nicht schnellstens überwiesen werden, ginge die Sache an das Gericht. Dann müsse man mit Kosten in Höhe von mindestens 5000 Euro rechnen.

„In dem Gespräch baute der Anrufer großen Druck auf, der letztlich dazu führte, dass die 2000 Euro auf das angegebene Konto überwiesen wurden“, erklärt die Polizei das irrational wirkende Verhalten der Opfer.

Drei Tage später erhielten die Eheleute dann einen weiteren Anruf von dem angeblichen Staatsanwalt: Es sei bisher kein Geld auf dem Konto eingegangen. Dann abermals ein Anruf, diesmal von einem angeblichen Polizeibeamten des Bundeskriminalamtes Wiesbaden: Dieser forderte weitere Summen, andernfalls werde das Ehepaar von der örtlichen Polizei abgeholt. Damit hatten die Betrüger aber den Bogen überspannt – das Ehepaar roch endlich Lunte, als die angedrohten Polizeibeamten nicht an ihrer Wohnungstür erschienen. Statt dessen informierten sie jetzt selbst die Polizei, und zwar die richtige. Weiteres Geld wurden sie zum Glück nicht los, ihre 2000 Euro sind aber leider dahin.

Es sei denn, man kommt den Kriminellen noch auf die Spur, eine Anzeige wegen Betruges wurde aufgenommen. Die Polizei warnt wiederholt davor, am Telefon Fragen zu Wertsachen oder Kontodaten zu beantworten! Vielmehr sollte das Gespräch sofort beendet und die „echte Polizei“ informiert werden. Weitere Tipps wie man sich davor schützen kann Opfer von Betrügern und Dieben zu werden erhält man unter www.polizei-beratung.de .

Kommentieren