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„Ehe für alle“: CDU-Abgeordnete Hüppe und Jörrißen wollen heute mit Nein stimmen

Der heimische CDU-Abgeordnete Hubert Hüppe will bei der heutigen Entscheidung im Bundestag über die „Ehe für alle“ mit Nein stimmen. Das sagte der Konservative aus Werne im Lokalradio Antenne Unna.

Kanzlerin und CDU-Chefin Merkel hat den CDU-Abgeordneten die Abstimmung frei gestellt, es besteht für die Parlamentierer daher formal kein Zwang, der liberalen Marschroute ihrer Vorsitzenden zu folgen.

CDU Neujahrsempfang Hüppe Scharrenbach Pufke

Hubert Hüppe MdB (re.) beim Jahresempfang der Unnaer CDU im Katharinen Hof. Li. die frisch ernannte Ministerin für Kommunales, Bau, Heimat und Gleichstellung Ina Scharrenbach aus Kamen.

 

Auch Hüppes Parteifreundin Sylvia Jörrißen aus Hamm will dagegen stimmen. Sie habe Bedenken, ob das Gesetz verfassungsgemäß sei.  Darum und wegen persönlicher Wertvorstellungen werde sie heute (Freitag) ebenfalls nicht zustimmen. Sie habe sich die Entscheidung nicht leichtgemacht, heißt es in einer Medienmitteilung.

Die SPD-Abgeordneten Oliver Kaczmarek und Michael Thews unterstützen die Ehe für alle.

Kommentare (15)

  • Christel

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    Ihr macht da Politik für Minderheiten in Berlin !!!!!!!!!!!!
    Was bedeutet Demokratie ? Politik für Mehrheiten zu machen.
    Ich weiß auch nicht, was das alles soll. Was kommt denn da als nächstes ? Auf Krankenkassenkosten Embryonen in Männer einzupflanzen ? Oder Gebärmutter in Männer zu transplantieren ?

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    • Redaktion Rundblick-Unna.de

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      Hallo Christel, eine Antwort von Tom Jonas auf FB:

      Tom Jonas
      Tom Jonas Wenn ich richtig informiert bin gibt es eine Zustimmung von annähernd 80% für die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Warum wird diese Mehrheit in deiner Argumentation nicht berücksichtigt?

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  • Willy

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    Sehe ich fast ebenso.
    Es soll jeder so glücklich werden wie er meint, mir ist völlig egal wer mit wem. Aber so wie beide Frauen in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung immer Frauen und Männer immer Männer bleiben, sollte die Ehe auch bleiben was sie ist, eine Verbindung zwischen Frau und Mann. Was ist an Lebenspartnerschaft oder einer neu zu erfindenden, kurzen Wortschöpfung auszusetzen?

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  • wunderlich

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    Weil eine Lebenspartnerschaft eben keine wirkliche rechtliche Gleichstellung zur Ehe bedeutet.
    Vielleicht sollte man das auch mal aus der Perspektive der „Kinder“ in diesen Beziehungen sehen, denen z. B. erbrechtlich erhebliche Nachteile entstehen.
    Außerdem, wer hat den Begriff „Ehe“ eigentlich definiert? Und ist er nicht auch dem Wandel der Zeit unterlegen?
    Eine außergewöhnlich große Mehrheit der Bevölkerung ist für die Ehe für alle, also ist es nicht Politik für Minderheiten, sondern Mehrheitsmeinung.

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    • Christel

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      Der liebe Gott hat das definiert, indem er Mann und Frau schuf, damit sie sich vermehren.

      Und was kommt als nächstes ? Ehe mit den Haremsdamen, Ehe mit Kindern, Ehe mit Geschwistern ???

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      • wunderlich

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        Ach Christel,

        nicht gleich übertreiben.
        Und sei bitte nicht enttäuscht, wenn es irgendwann soweit ist und du feststellst, dass es deinen Schöpfer nicht gibt und du nicht vor ihn treten kannst.

        Ihn als „lieb“ zu bezeichnen fiele mir selbst dann schwer, wenn ich an ihn glauben würde. Finde, dass er seinen Job erbärmlich schlecht gemacht hätte, wenn ich mir unsere Welt so anschaue..
        Von einem Allmächtigen wäre da ein besseres Ergebnis zu erwarten gewesen, oder?

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        • Christel

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          Oder einige irgendwann feststellen, dass es ihn doch gibt….aber gottlose Gutmenschen gibt es ja zu Hauf.
          Und lieb ist er trotzdem. Böse sind die Menschen nur, weil er sie mit freiem Willen ausgestattet hat. Und deshalb ist es die Entscheidung jedes einzelnen, ob er gut oder böse sein möchte.

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          • Wunderlich

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            Da finde ich mich gottlos gut.

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  • Markus Antonius

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    wunderlich,

    es geht doch gerade nicht um das Kindeswohl, nämlich darum, wenn möglich, sowohl männliche als auch weibliche Vorbilder im engsten Kontext anzubieten. Es geht nur darum, dass irgendwer sich selbst durch Erfüllung eines natürlich nicht befriedigbaren Kinderwunsches verwirklichen will.
    Und die „außergewöhnlich große Mehrheit“ ist eine schweigende und damit letztendlich behauptete Mehrheit. Denen misstraue ich nicht erst, seitdem die AfD diese für sich reklamiert.

    #heteropride, Mark Anton

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    • wunderlich

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      Markus Antonius,

      ist das denn so, wie sie es beschreiben?
      Zig Alleinerziehende bieten den Kindern auch nicht das von ihnen genannte Modell.
      Zudem gibt es Umfragen, die deutlich machen, das es nichts mit dem Geschlecht oder der Geschlechterverteilung der Personen, bei denen Kinder aufwachsen, zu tun hat, wie diese sich entwickeln.
      Soziale Kontakte finden auch außerhalb der Familie statt, so dass die Gefahr gering ist, dass ein Kind nicht alles andere auch kennen lernt, was diese schöne Welt so zu bieten hat.
      Zudem sprechen Jugendämter nach reichlicher Prüfung in vielen Fällen gleichgeschlechtlichen Paaren die Befähigung zu, Kinder zur Pflege aufzunehmen. Also wird das alles nicht so furchtbar sein, denke ich. Warum dann nicht auch konsequent die rechtlichen Voraussetzungen schaffen.

      Die Zeiten und die Menschen ändern sich halt, sonst würden wir heute noch in Horden in Bäume hausen und uns über Begrifflichkeiten wie Ehe keine Gedanken machen müssen, weil diese noch nicht erfunden waren.

      Ich wüsste mal zu gerne, woran sich die Kritiker stoßen.

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      • Markus Antonius

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        Wunderlich,

        die Dinge, die nicht optimal sind, weil sie nun einmal aus der Not heraus entstanden sind, zum Ideal zu machen – chapeau! Und seit wann ist die, hinreichend häufig von Gerichten korrigierte, Rechtsauffassung von Jugendämtern massgeblich?
        Mal ganz nebenbei: wenn das alles so eindeutig ist: wieso dann nicht die Verfassung ändern. Der Ehebegriff des Grundgesetzes geht nach herrschender juristischer Lehre und ständiger Rechtsprechung der BVerfG von der auf Dauer ausgerichteten Gemeinschaft von Mann und Frau aus. Verfassungsbeschwerden gegen das heute verabschiedete, zudem handwerklich schlecht gemachte Gesetz haben gute Aussichten auf Erfolg. Es sei denn, auch das BVerfG orientiert sich komplett am Zeitgeist und nicht anm Buchstaben und Sinn des GG.

        Daran stossen sich Kritiker, unabhängig von allen weltanschaulichen Fragen.

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        • Wunderlich

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          Na,
          wenn dem so sein sollte, werden Frauen in Zukunft wieder den Ehemann zu fragen haben, ob sie einen Führerschein machen wollen oder ob sie ihre Arbeitsstelle behalten dürfen.
          Das und andere heutzutage als absurd anzusehende Regeln waren bei Fertigung des GG noch Normalität, z. T. noch bis in die 60er.
          Menschen verändern sich … da haben sich Gesetze anzupassen, wenn es notwendig wird.
          Verfassungsmäßig ist nichts zu ändern, weil die Ehe geschützt wird. Nix von Ehe zwischen Mann und Frau zu lesen.
          Es wird doch niemand zu gleichgeschlechtlichen Ehe gezwungen … warum so ängstlich?
          Gesteht doch einfach allen gleiche Rechte zu …

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  • Willy

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    Mir persönlich geht es nur um den Begriff, das Wort „Ehe“. Die rechtliche Seite lässt sich von diesem Wort doch völlig problemlos abkoppeln.
    Irgendwann werden Frau und Mann abgeschafft, dann gibt es nur noch Menschen oder Personen.

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Wir freuen uns über die angeregte Diskussion zu diesem Thema. Hier ist die Begründung der Hammer CDU-Abgeordneten für ihr Nein:
    https://www.wa.de/hamm/sylvia-joerrissen-cdu-bundestag-gegen-ehe-alle-michael-thews-spd-dafuer-8445456.html

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  • Redaktion Rundblick-Unna.de

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    Das Abstimmungsverhalten jedes einzelnen Abgeordneten ist in diesem WELT Bericht aufgelistet: https://www.welt.de/politik/deutschland/article166099805/Diese-Unionsabgeordneten-stimmten-fuer-die-Ehe-fuer-alle.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook

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