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Drohendes Unwetter sprengt Kulturdonnerstag

Um 20 Uhr fing´s an, 40 Minuten später war die Veranstaltung leider schon wieder gesprengt – vom Wetter (einsetzender Nieselregen) und vom drohenden Unwetter, das sich dummerweise ausgerechnet diesen Kulturdonnerstag auf dem Platz der Kulturen für ein ordentliches Donnerwetter augesucht hatte. Schade, denn die Wärme an diesem plötzlich wieder hochsommerlichen Tag hatte so viele Besucher hinter die Lindenbraurei ins Freie gelockt, dass tatsächlich sämtliche Stühle und Bänke besetzt waren.

Schlangen vor dem einzigen Bierstand, was aber eher auch organisatorische Gründe hatte. Die vielen Weintrinker (Tipp für die Lindenbrauerei-Gastronomie: Weintrinker werden immer mehr) hätten sich über einen süffigen Rebensaft überdies wohl ebenso gefreut wie die zunehmende Zahl von Vegetariern über mal was anderes als immer nur Bratwürstchen. Reicht ja auch schon eine simple Laugenbreze.

Egal, das abrupte und viel zu frühe Ende war trotzdem jammerschade – wegen des sehr guten Besuchs und der Auswahl der Künstler. Die Compagnie du Miraador bot eine witzige „poetische Artistik-Performance“ auf einer kreisrunden Bühne mit einem überdimensionierten Spinnrad und einem alten Kontrabass. „Mit Luft-Akrobatik, Zirkustechniken, Jonglage und Tanz entwickelt sich die reizvolle Annäherung zweier sich wiederbegegnender Menschen zwischen Musik, Poesie und Spaß“, heißt es in der Ankündigung, und diesen Inhalt konnte man aus der spaßigen Darbietung durchaus ablesen. Den zweiten Teil des Abends sollte das Quintett Nina Dahlmann & Friends gestalten – der „gemütlich-swingende Ausklang“ wurde allerdings in eine gemütlich-swingende Einstimmung umgemodelt, dann kam die Compagnie du Miraador, und Nina und ihre Freunde packten fix ihre Instrumente zusammen. Ein Lindenbier dann noch (was anderes gab´s nicht) – und heim. Beziehungsweise weiterfeiern unterm schützenden Dach des Schalanders. (sia)

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