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Dröhnend lauter als erlaubt und mit 102 Sachen über den Wall

Will man seinen motorisierten Untersatz dröhnend laut(er) machen, weil das vielleicht cool ist, entfernt man vielleicht den Geräuschminderer. In diesem Fall manipulierte ein 21jähriger Kamener dergestalt an seinem Motorrad. Die Dortmunder Polizei erwischte ihn in der Nacht auf Christi Himmelfahrt prompt bei einer Wallraser-Kontrolle (der dritten Großkontrolle in diesem Jahr) und zog das röhrende Gefährt unverzüglich aus dem Verkehr. Denn mit der unerlaubten Manipulation war automatisch die Betriebserlaubnis erloschen. Dasselbe passierte einem 30jährigen Dortmunder mit seinem Golf: tiefer gelegt und nicht eingetragen. Auch für ihn: Fahrt zu Ende.

Mehrere 100 Fahrzeuge kontrollierten Polizeibeamte zwischen 19 Uhr abends und 4 Uhr früh. Insbesondere optisch auffälligere Fahrzeuge stießen auf große Aufmerksamkeit der Einsatzkräfte. Diese Autos wurden grundsätzlich angehalten und akribisch auf technische Illegalitäten untersucht.

Zugleich erfolgten Tempokontrollen. Unrühmlicher Tagessieger wurde ein 23-Jähriger aus Duisburg mit seinem Peugeot: Er raste bei erlaubten 50 km/h mit sage und schreibe 102 Sachen über den Wall. Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt – das hat Konsequenzen. Zwei Monate Fahrverbot und 280 Euro Bußgeld. Ein 20-Jähriger aus Dortmund brachte es in seinem Seat „nur“ auf 81 km/h – 160 Euro und ein Monat Fahrverbot.

Zu guter Letzt hielten die Einsatzkräfte einen 24-Jährigen an, der per Haftbefehl gesucht wurde. Der Mann wurde – klar – an Ort und Stelle festgenommen. Den Himmelfahrtstag erlebte er in der Zelle.

 

Kommentare (6)

  • Helmut Brune

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    Der Peugeotfahrer kann froh sein, daß er nicht in Holland geschnappt wurde, dann hätte er vor dem Richter erscheinen dürfen und wäre seinen Führerschein wenigstens für ein Jahr los und das Bußgeld beliefe sich auf mehr als das Doppelte.

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  • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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    Nachts auf der Friedrich-Ebert-Straße ist es auch nicht anders……

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      !! Elf Jahre miterlitten, und es wurde nicht nur gefühlt immer schlimmer.

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    • Andrea Zinsenhofer via Facebook

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      Ich kann nicht nachvollziehen, dass dort nicht kontrolliert wird. Ich lebe inzwischen 30 Jahre dort und es wird immer lauter.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Absolut unerträglich wurde es zuletzt (wir sind 2011 weggezogen) zwischen 15.30 und 17.30 Uhr. Brauchte mal 7 Minuten!, um mit dem geparkten Auto dort wieder wegzukommen. Demnächst dann den ganzen Spaß mit Tempo 30 😀 Aber viel schneller kann man da sowieso nur noch selten fahren.

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    • Rundblick Unna via Facebook

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      Die Heizerei mit quietschenden Bremsen per 90 Grad in die Steinstraße kam morgens um 4 auch immer gut… oder die Vollnerds, die früh um 5 mit hämmernden Boxen endgenervt vor einer der tausend roten Ampeln stehen. Nee, braucht man nicht wirklich. 😛

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