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Dringend Pflegefamilien und -personen für Kinder gesucht

Die Jugendämter der Stadt und des Kreises Unna suchen dringend Bereitschaftspflegefamilien und Einzelpersonen für Kinder. Die Kinder müssen aufgrund von akuten Notsituationen in der Familie (z.B. Erkrankungen von Elternteilen, aber auch Vernachlässigung) kurzfristig vorübergehend versorgt und beschützt werden. Der Umgang mit ihnen erfordert viel Zeit und Einfühlungsvermögen.

Im vergangenen Jahr haben die Jugendämter der Stadt und des Kreises wegen einer Gefährdung 56 Kinder aus ihren Familien nehmen müssen. „Hier musste das Jugendamt handeln und die Kinder bis zur weiteren Klärung in einer sogenannten Bereitschaftspflegefamilie unterbringen“, sagt Kristine Doll-Müller vom Unnaer Jugendamt.

Es muss dann beurteilt werden, ob die Kinder auf Dauer wieder ihren Eltern anvertraut werden können oder eine andere Perspektive für sie gesucht werden muss. „Wenn über den weiteren Lebensweg des Kindes entschieden ist, sollten die Familien in der Lage sein, das Kind entweder in seine Ursprungsfamilie oder in ein neues Zuhause begleiten zu können“, ergänzt Eva Berger-Haschke vom Jugendamt des Kreises Unna.

Bereitschaftspflegefamilien müssen bestimmte Anforderungen mitbringen. Es  werden Familien gesucht, die Freude am Zusammensein mit Kindern haben, belastbar und flexibel sind. Sie sollten in finanziell gesicherten Verhältnissen leben, physisch und psychisch gesund und belastbar sein. Das Jugendamt unterstützt die Familien in der Zeit und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sie bekommen eine finanzielle Aufwandsentschädigung. Die Familien erhalten Supervision und können gemeinsam mit anderen Pflegeeltern an Freizeitveranstaltungen und Fortbildungen teilnehmen.

Die Arbeit als Bereitschaftspflegeeltern setzt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Jugendamt voraus. Ohne Bereitschaftspflegefamilien bleibt für die Kinder in schweren Lebenskrisen nur die Unterbringung in einem  Kinderheim.

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