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Drei schwere Autobahnunfälle gestern Abend – Eine Tote, vier Schwerverletzte, 85 000 € Sachschaden

Schreckliche Bilder boten sich den Rettern gestern Abend auf der A 44 und zuvor auf der A 1. Bei gleich drei schweren Unfällen – zwei davon praktisch zeitgleich – wurden ein Mensch getötet und vier weitere schwer verletzt.

Auf der Autobahn 44 bei Erwitte (Fahrtrichtung Dortmund) starb um 23.50 Uhr eine 66jährige Frau in den Trümmern ihres Wagens. Zu der Tragödie kam es, als ein 48-jähriger Pkw-Fahrer aus Wickede/Ruhr mit seinem Audi aus noch ungeklärter Ursache mit dem VW der 66-Jährigen aus Gütersloh aufprallte. Der VW schleuderte nach rechts von der Fahrbahn weg und krachte gegen einen Baum.

Die 66-jährige Fahrerin erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch auf der Autobahn starb. Ihr 79-jähriger Beifahrer und Ehemann sowie der 48-jährige Audi-Fahrer wurden schwer verletzt. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei derzeit auf rund 45.000 Euro.

Die beiden Fahrzeuge wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Paderborn sichergestellt. Sie werden begutachtet. Hinweise zu diesem Verkehrsunfall nimmt die Verkehrsinspektion 2 unter der Rufnummer 0231-1324238 entgegen.

Auf der A 1 in Höhe Hamm, Fahrtrichtung Köln, prallte um 20:35 Uhr wurde ein 28-jähriger VW-Fahrer auf einen vorausfahrenden Lkw. Die Ursache ist noch unklar. Mit schweren Verletzungen wurde der 28Jährige ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Kleinlasters, ein 53-jähriger Pole, blieb unverletzt. Gesamtschaden bei diesem Unfall: rund 20.000 Euro.

Nach der Bergung des Verletzten musste die A 1 in Richtung Köln noch bis 1.30 Uhr früh gesperrt bleiben: Denn der Klein-Lkw hatte 25 leere Transportfässer geladen, die vormals Gefahrgut enthalten hatten. Durch die Feuerwehr wurde überprüft, ob die ungefüllten Behälter noch eine Transportgefahr darstellen. Letztlich war dies nicht der Fall. Den Verkehrsteilnehmern wurde während der Autobahnsperrung die Umleitung U 30 ab Hamm-Bockum/Werne empfohlen. Zeitweise entstand ein Stau bis zu 3,5 km Länge.

Nur eine Minute später passierte an derselben Stelle ein Folgeunfall – und auch bei diesem Crash wurde ein Mensch schwer verletzt, und zwar eine junge Frau (19 Jahre) aus Brilon. Sie bemerkte in Höhe Hamm zu spät, dass der ihr vorausfahrende BMW abbremste: Der Fahrer, ein 48Jähriger aus Rheine, hatte den gerade passierten Unfall und die Ersthelfer gesehen und die Geschwindigkeit verlangsamt. Die 19-jährige Sauerländerin erkannte die Gefahr zu spät und prallte mit ihrem Ford auf den BMW. Dabei wurde sie schwer verletzt. Dem BMW-Fahrer geschah nichts.

Auch bei diesem Unfall summierte sich der Sachschaden auf ca. 20.000 Euro.

 

Kommentare (2)

  • Helmut Brune

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    Das sind ja wieder Horrormeldungen. Wenn man heutzutage auf der Autobahn fährt, muß man wirklich Hellwach sein.

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  • Rundblick Unna via Facebook

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    Andre As, den Ausdruck „hellwach“ hat Helmut Brune wohl eher übertragen im Sinne von „höchst aufmerksam“ gemeint mit Blick auf das ständig steigende Verkehrsaufkommen.

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