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Dortmunds Polizei fordert: „Hooligans isolieren – Es ist einiges versäumt worden“

Zum Fußball gehörten Leidenschaft, Emotion,  Rivalität. „Wenn jedoch aus sportlicher Rivalität Feindschaft und aus Emotion Hass werden, läuft etwas gehörig schief.“

So deutlich fasst Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange die hässlichen Vorfälle rund ums Spiel BVB-Leipzig vor zwei Wochen zusammen. Und stellt klar:  „Wenn die Polizei einschreiten muss, ist bereits im Vorfeld einiges versäumt worden. Es muss wieder der Respekt vor den Anderen und der Respekt vor den Regeln etabliert werden. Und das ist die Aufgabe aller Verantwortlichen und der gesamten Gesellschaft.“

Der BVB hat der Dortmunder Polizei Ende der letzten Woche Foto- und Videomaterial zur Verfügung gestellt. Auf den Bildern sind die Vorgänge auf der Südtribüne während des Fußballspiels BVB – RB Leipzig zu sehen, bezogen auf die dort gezeigten Banner mit Schmähaufschriften.

Bei den Ermittlungen wird es nun laut Polizeipräsident Lange zunächst darum gehen, die auf den Videos/Fotos abgebildeten Personen auch tatsächlich zu identifizieren und für den Fall einer strafrechtlich relevanten Banner-Aufschrift dementsprechend zu verfolgen.

Derweil laufen die Ermittlungen der Ermittlungskommission „Strobels“ auf Hochtouren. Dort geht es in erster Linie um die schweren Straftaten, die sich vor der Begegnung auf der Strobelallee ereigneten. Straf- und Gewalttäter hatten hier Leipziger Fans und Einsatzkräfte der Polizei mit Getränkekisten, Flaschen, Steinen und anderen Gegenständen beworfen.

Die Ermittlungen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte richten sich seit Samstag wie berichtet zusätzlich gegen zwei Männer im Alter von 25 und 26 Jahren aus Dortmund und Lemgo. Einsatzkräfte, die auch beim Spiel gegen Leipzig eingesetzt waren, erkannten die beiden Tatverdächtigen wieder und nahmen sie fest.

„Bei der Identifizierung der Verantwortlichen vor dem Spiel und während des Spiels setze ich auf die Unterstützung der BVB-Fanverantwortlichen“ so der Dortmunder Polizeipräsident. Er appelliert an Fans und Verantwortliche: „Jetzt sind Taten gefragt! Alle müssen anpacken und dafür Sorge tragen, dass gewaltbereiten und kriminellen Schlägern, die den Namen „Fan“ nicht verdienen, die Rote Karte gezeigt wird. Wer sich z.B. als Zeuge zur Verfügung stellt, macht deutlich, dass er Gewalt und Hass nicht toleriert. Dann hätte die leere Südtribüne doch wirklich einen Sinn gehabt.“

 

 

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