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Dortmunds Politik unterstützt Flüchtlingsprotest

Der Protest syrischer Flüchtlinge für eine schnellere Bearbeitung der Asylanträge findet politische Fürsprecher. Der Dortmunder Stadtrat verabschiedete gestern Abend einstimmig eine Resolution, die die Forderungen der Demonstrierenden unterstützt.

Unter anderem soll das Migrations-Bundesamt mehr Personal einsetzen, verlangt die Lokalpolitik, um die Bearbeitung der Asylanträge zu beschleunigen. Das dauert momentan fünf bis sieben Monate. Bevor die Anträge nicht positiv entschieden sind, dürfen die Syrer, die nach Deutschland geflohen sind, ihre Familien nicht nachholen.

Ihr Protestcamp hatten die syrischen Flüchtlinge vor drei Wochen zunächst vor der Migrations-Bundesaußenamtsstelle Huckarde aufgeschlagen und waren danach wie berichtet in die Innenstadt umgezogen. Der Umzug war von Protesten Rechtsextremer und wiederum gewalttätigen Ausschreitungen linker Gegengruppierungen begleitet. Ein Zwischenfall sorgte noch vor dem Lager in Huckarde für großes Aufsehen: Ein Flüchtling überschüttete sich vor den Augen grüner Lokalpolitiker und des Dortmunder Polizeipräsidenten mit einer brennbaren Flüssigkeit und drohte damit, sich anzuzünden.

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